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Ermordeter US-Reporter
Dokumentarfilm über James Foley bewegt Sundance-Filmfestival

Sundance-Filmfestival: Film über James Foley bewegt das Publikum
Regisseur Brian Oakes (li.) mit den Eltern von James Foley, Diane und John Foley. FOTO: ap
Park City. Ein Dokumentarfilm "Jim: The James Foley Story", der von dem von Dschihadisten ermordeten US-Reporter James Foley erzählt, ist am Samstag auf dem US-Filmfestival Sundance mit donnerndem Applaus gefeiert worden. Der Film von Regisseurs Brian Oakes erzählt das Leben des im Sommer 2014 enthaupteten Fotoreporters.

"Ich wollte sicher sein, dass die Leute wissen, wer er war. Und ich wollte, dass der Film die Geschichte fortführt, die Jim erzählte", sagte Oakes, der ein Kindheitsfreund des Reporters ist. Der Film habe zwei Teile, sagte Oakes: "Was ich von Jim wusste und was mir unbekannt war über Jim." Foley berichtete seit 2011 über den Bürgerkrieg in Syrien. Am 22. November 2012 wurde er in der nördlichen Provinz Idlib von Bewaffneten entführt.

Foley war ein erfahrener Kriegsreporter und arbeitete als freier Fotograf für mehrere Medien, darunter die Nachrichtenagenturen GlobalPost und Agence France-Presse. Am 19. August 2014 teilte die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) mit, den US-Bürger ermordet zu haben und veröffentlichte ein Internetvideo, in dem zu sehen ist, wie ein schwarzgekleideter IS-Kämpfer ihn enthauptet. Das Video sorgte weltweit für Entsetzen.

Foleys Eltern äußerten sich stolz über den Film. "Er zeigt die Freude von Jimmy, seine Lebensfreude, seine Freude an der Arbeit, seine Güte und seine Freundschaft für andere Menschen", sagte sein Vater John Foley. Seine Mutter Diana sagte, sie hoffe, dass die Doku Aufmerksamkeit schaffe für die schwierigen Arbeitsverhältnisse freier Journalisten und das Leid der Familien von Geiseln. Der Fernsehsender HBO will die Doku am 6. Februar zeigen.

Der US-Journalist James Foley FOTO: ap
(AFP/isw)
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