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Vor Polizeizentrale
Zwei Tote nach Schießerei in Sydney

Sydney: Zwei Tote nach Schießerei vor Polizei-Zentrale
Vor der Polizeizentrale in Parramatta kam es zur Schießerei. FOTO: dpa, mw ms
Sydney. Nach einer Schießerei mit zwei Toten in Sydney hat die australische Polizei am Freitag ein massives Polizeiaufgebot mobilisiert. Der Tatort direkt vor der Polizeizentrale im Vorort Parramatta wurde weiträumig abgesperrt, Hubschrauber waren im Einsatz und an Bahnhöfen und in Straßen patrouillierte bewaffnete Polizei.

Die Medien aus dem Verlagshaus Fairfax berichteten, die Polizei sei vor einem möglichen Anschlag auf die Zentrale im Vorort Parramatta gewarnt worden. Die Polizei äußerte sich aber zunächst nicht zu möglichen terroristischen Hintergründen der Tat.

Täter in schwarzem Gewand

Anwohner berichteten Lokalmedien, der Täter habe am Nachmittag (Ortszeit) in einem schwarzen Gewand vor dem Gebäude mit einer Waffe herumgefuchtelt und das Feuer eröffnet. Sie hörten mindestens sechs Schüsse.

Nach unbestätigten Berichten tötete er einen zivilen Mitarbeiter der Polizei vor dem Gebäude. Ein Beamter habe den Schützen dann erschossen. Fernsehsender zeigten Bilder aus einem Hubschrauber, auf denen die mit weißen Tüchern bedeckten Leichen zu sehen waren.

Eltern von Kita-Kindern besorgt

In dem abgesperrten Gebiet rund um die Polizeizentrale war nach Medienberichten auch eine Kindertagesstätte. Die Kinder seien in dem Haus und könnten nicht abgeholt werden. Eltern versammelten sich besorgt an der Absperrung.

Nach Angaben des "Sydney Morning Herald" aus dem Verlagshaus Fairfax nahmen Geheimdienste in den vergangenen Tagen vermehrt Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf die Polizeizentrale wahr. Die dort arbeitenden Beamten hätten Anweisung erhalten, stets ihre Waffen zu tragen, selbst am Schreibtisch, schrieb die Zeitung.

Zuvor bereits Terroranschläge verhindert

Australiens Polizei hat im Frühjahr nach eigenen Angaben mindestens zwei Terroranschläge verhindert. Sie nahm demnach im Mai in Melbourne einen 17-Jährigen fest, bei dem drei halbfertige Sprengsätze gefunden worden seien. Im April waren fünf Teenager festgenommen worden, die nach den Ermittlungen einen Anschlag am Gedenktag für die Opfer des Ersten Weltkriegs planten.

Im Dezember vergangenen Jahres nahm ein gebürtiger Iraner in einem Café stundenlang mehr als ein Dutzend Geiseln und behauptete, im Namen der Terrormiliz IS zu handeln. Die Polizei stürmte das Café. Dabei kamen der Täter und zwei Geiseln ums Leben.

(dpa)
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