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Syrien
IS-Kämpfer soll eigene Mutter öffentlich hingerichtet haben

Hintergrund: So entstand der Name IS
Hintergrund: So entstand der Name IS
Beirut . Ein IS-Kämpfer in Syrien hat laut Aktivisten seine eigene Mutter hingerichtet, weil sie versucht haben soll, ihn zum Verlassen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu überreden.

Die 40-jährige Postangestellte sei aus ihrer Heimatstadt Tabaka in die IS-Hochburg Raka gereist, um ihren 20-jährigen Sohn heimzuholen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Er habe sie daraufhin öffentlich hingerichtet.

Die Mutter Lina habe Angst gehabt, dass ihr Sohn Ali Sakr bei Luftangriffen auf die Stadt getötet werde,und ihn deshalb zur Abkehr vom IS überreden wollen, berichtete die Beobachtungsstelle. Der junge Mann habe aber umgehend seine Vorgesetzten informiert, die seine Mutter daraufhin festgenommen und ihr Abfall vom Islam vorgeworfen hätten. Am Mittwoch habe ihr Sohn sie dann auf dem Platz vor der Post in Raka vor hunderten Zuschauern mit einem Kopfschuss getötet.

Laut der Beobachtungsstelle kämpfte der 20-Jährige zunächst für die moderate Freie Syrische Armee (FSA), bevor er zur radikalen Al-Nusra-Front und dann zur IS-Miliz wechselte, die in ihrem Herrschaftsgebiet im Irak und Syrien eine besonders harsche Auslegung des Islam vertritt. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien; durch Medien sind ihre Angaben meist nur schwer zu überprüfen.

In den Gebieten unter Kontrolle der IS-Dschihadisten steht die Todesstrafe auf eine Vielzahl an Taten, darunter Abfall vom Glauben, Ehebruch, Homosexualität, Geschlechtsverkehr mit Tieren sowie für Dschihadisten die Entblößung der Genitalien. Der Einsatz von Kindersoldaten sowie das Halten von Sklaven sind dagegen nicht strafbar. Der IS-Miliz wird außerdem eine Vielzahl weiterer Gräueltaten wie Massenmord, Vergewaltigung und Folter vorgeworfen.

(felt/AFP)
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