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Angriff in Damaskus: Syrien meldet Bombenanschlag auf Staatsfernsehen

zuletzt aktualisiert: 06.08.2012 - 12:10

Beirut (RPO). Erneut ist ein staatliches Gebäude im streng bewachten Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus zum Ziel eines Bombenanschlags geworden. Bei der Explosion im Hauptquartier des staatlichen syrischen Fernsehens wurden nach Angaben des Senders mindestens drei Angestellte verletzt.

Informationsminister Omran al Subi machte Katar, Saudi-Arabien und Israel für den Anschlag verantwortlich. Außerdem war berichtet worden, dass der syrische Regierungschef entlassen wurde oder zu den Oppositionellen übergetreten sei.

Sendebetrieb nicht beeinträchtigt

"Nichts kann die Stimme Syriens und des syrischen Volkes zum Verstummen bringen", sagte al Subi. "Wir haben Tausende Orte, von denen wir senden können." Syrien wirft den Golfstaaten und Israel vor, die Rebellen in ihrem Kampf gegen die Regierung von Präsident Baschar Assad zu unterstützen.

Die Explosion erschütterte am Montagmorgen den dritten Stock des Gebäudes des Fernsehsenders in der Innenstadt von Damaskus, in dem auch das staatliche Radio untergebracht ist.

Das Fernsehprogramm lief ohne Unterbrechung weiter. Der private Pro-Regierungs-Sender Al-Ichbarija zeigte Bilder von den zerstörten Wänden des Gebäudes, auf dem Boden liegenden Schreibtischen und zerbrochenem Glas. Mitarbeiter des Senders waren zu sehen, wie sie einem verwundeten Kollegen halfen.

Der Anschlag war das jüngste in einer Reihe von Attentaten in Damaskus. Der für das Regime verheerendste hatte sich Mitte Juli ereignet, als vier Mitglieder von Assads innerstem Machtzirkel bei einem Anschlag in einem ebenfalls streng gesicherten Regierungsgebäude getötet worden waren.

Das Attentat wirft auch neue Fragen darüber auf, wie groß die Kontrolle der Regierung über die Hauptstadt tatsächlich ist. Nachdem es im Juli in Damaskus zu heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen gekommen war, hatte die Regierung erst am Samstag behauptet, die Hauptstadt wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Dennoch war es seither in einigen Vierteln zu Kämpfen gekommen.

Quelle: APD/reuters/AFP
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