Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Kämpfe um Damaskus: Syrischer Jet-Pilot flieht in Türkei

zuletzt aktualisiert: 05.01.2013 - 17:17

Istanbul (RPO). Spektakuläre Flucht in die Türkei: Ein syrischer Luftwaffenpilot ist desertiert und mit seiner MiG-23 in der Provinz Adana gelandet. Einen ähnlichen Fall gab es vor gut einem halben Jahr in Jordanien.

Mit dem Kampfjet ins Nachbarland: Erneut ist laut Medienberichten ein syrischer Pilot mit seiner Maschine über die Grenze geflüchtet. Er landete demnach mit seiner Mig-23 in der türkischen Provinz Adana. Der Mann hatte zuvor bei einem Einsatz im Grenzgebiet Syriens Kontakt zum Militär der Türkei aufgenommen, berichteten türkische Medien.

Für die Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Doch einen ähnlichen Fall gab es vor mehr als einem halben Jahr in Jordanien. Damals war ebenfalls ein Kampfpilot mit seiner Maschine des Typs MiG-21 ins benachbarte Jordanien desertiert. Nach der Landung auf einem Militärflughafen bat er um politisches Asyl.

Deutschland am Einsatz beteiligt

In der Türkei hatten am Vortag die konkreten Vorbereitungen für den "Patriot"-Einsatz begonnen: Die US-Armee leitete die Verlegung von Soldaten und Ausrüstung ein. In diesen Tagen sollen insgesamt 400 Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Süden der Türkei landen. Die "Patriots" sollen den Nato-Partner Türkei vor möglichen Angriffen aus Syrien schützen. An dem Einsatz ist auch Deutschland beteiligt.

Im Großraum Damaskus versucht derweil das syrische Regime mit massiven Militäroperationen den Vormarsch der Rebellen zu stoppen. Wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mitteilten, gab es dabei erneut Luftschläge gegen Regimegegner im Umland. Vor allem die Ortschaft Al-Naschabija sei betroffen gewesen, hieß es. Dort habe es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. In einer Reihe von Vororten gebe es zudem weiterhin heftige Kämpfe.

Mehr als 60.000 Opfer

In der Damaszener Innenstadt meldeten Aktivisten die Explosion einer Autobombe im dem Stadtteil Rukn ad-Din. Im Christenviertel Bab Tuma schlug eine Mörsergranate ein. Laut Vereinten Nationen gab es seit Beginn des Konflikts im März 2011 mehr als 60.000 Opfer.

In Ägypten dementierte der ägyptische Islamist Mohammed al-Sawahiri einen Medienbericht über seine angebliche Inhaftierung in Syrien. Die britische Zeitung "Independent" hatte geschrieben, dass der Bruder des Al-Kaida-Anführers Eiman al-Sawahiri in der Unruheprovinz Daraa festgenommen worden sei, wo er Oppositionelle getroffen habe. "Ich kam vor weniger als einem Jahr aus dem Gefängnis, wo ich 15 Jahre verbracht habe. Seitdem habe ich Ägypten nicht verlassen", sagte er der staatlichen ägyptischen Zeitung "Al-Ahram".

Al-Sawahiri war in den 90er Jahren von einem ägyptischen Militärgericht wegen Terrorismus verurteilt worden. Nach dem Arabischen Frühling kam er auf freien Fuß.

Quelle: dpa/anch
Mehr zu den Themen dieses Artikels

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Bei Überholvorgang in Lkw gerast

Mutter und zwei Kindern sterben bei Unfall

Mit ihren kleinen Töchtern im Auto ist eine Frau am Dienstag im Kreis Paderborn nach einem ... mehr 

Die Zahl der Reichen in Deutschland steigt

Erstmals über eine Million Millionäre

An den Börsen geht es aufwärts. Das mehrt den Reichtum der Reichen - und lässt den Club der ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Bei Überholvorgang in Lkw gerast

Mutter und zwei Kindern sterben bei Unfall

Die Zahl der Reichen in Deutschland steigt

Erstmals über eine Million Millionäre

Unstimmigkeiten bei jedem zehnten Schaden

Versicherungsbetrug nimmt laut Studie zu

Deutsch-Türkischer Kulturverein

37 Menschen bei Brand in Bremen gerettet

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

Die vergessenen Gefangenen von Bagram in Afghanistan

Zwölf Jahre nach Beginn des Militäreinsatzes in Afghanistan übernehmen die einheimischen Sicherheitskräfte wieder die Kontrolle über das ... mehr 

Monsun-Regenfälle in Indien und Nepal

Mehr als 90 Tote bei Überschwemmungen

Die Menschen in Indien und Nepal kämpfen gegen schwere Überschwemmungen. Die früh einsetzenden Monsun-Regenfälle überraschten sie. Dutzende Menschen starben, Hunderte gelten als vermisst. Auch Ausländer sind betroffen. mehr

 

Pariser Wahrzeichen wegen Suizid-Drohung geräumt

Mann klettert an Außenfassade des Eiffelturms

 
 

Gewerkschafter vor 38 Jahren verschwunden

Neue Suche nach Jimmy Hoffas Leiche

 

Unter den Rekruten sind vier Frauen

Nasa stellt acht neue Astronauten ein

 

Tausende Motorrad-Fahrer in der Vatikanstadt

Papst Franziskus segnet Harley-Davidson-Motorräder

Top-Services
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE