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Tag des Sieges
Russland erinnert mit Militärparaden an Sieg über Deutschland

Pompöse Militärparade: Russland feiert Sieg über Nazi-Deutschland
Moskau. Russland hat zum Gedenktag an den Sieg über das Dritte Reich große Militärparaden in Moskau und St. Petersburg abgehalten. Präsident Putin rief zur Wachsamkeit auf. Auch heute gebe es noch Bedrohungen in Form von Terrorismus, Extremismus und Neonazismus. 

Mit einer riesigen Militärparade hat Russland am Dienstag an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Über den Roten Platz in Moskau marschierten tausende Soldaten, auch Panzer, Raketen und anderes Kriegsgerät wurden aufgefahren. Die russischen Streitkräfte seien in der Lage, "jeden möglichen Angriff abzuwehren", sagte Staatschef Wladimir Putin. Die internationale Gemeinschaft rief er zum gemeinsamen Kampf gehen "Terrorismus, Extremismus, Neonazismus und andere Bedrohungen" auf.

"Die Lehren vergangener Kriege zwingen uns, wachsam zu bleiben", sagte Putin, der die Parade abnahm. Für einen "wirksamen Kampf gegen Terrorismus, Extremismus, Neonazismus und andere Bedrohungen" müsse die gesamte internationale Gemeinschaft zusammenarbeiten. Russland sei "offen für eine solche Kooperation", fügte der Präsident hinzu. Moskau werde "immer auf der Seite der Kräfte des Friedens" stehen und mit denen zusammenarbeiten, "die den Weg einer gleichberechtigten Partnerschaft einschlagen".

Große Militärparaden rollen durch Russland FOTO: dpa, VG

Putin bezeichnet Weltkrieg als "ungeheure Tragödie"

Die "ungeheure Tragödie" des Zweiten Weltkriegs sei damals nicht verhindert worden, weil sich die führenden Länder der Welt nicht einig gewesen seien, sagte Putin. "Wir werden niemals vergessen, dass die Freiheit Europas und der lang erwartete Frieden auf der ganzen Erde von unseren Vätern, Großvätern und Urgroßvätern erreicht wurden." Es "gibt, gab und wird keine Macht geben, die unser Volk besiegen kann", fügte Putin hinzu.

Während Westeuropa am 8. Mai der Befreiung von den Nazis gedenkt, gilt in Russland der 9. Mai 1945 als "Tag des Sieges", da an diesem Tag die Kapitulation der Wehrmacht im sowjetischen Hauptquartier ein zweites Mal besiegelt worden war.

In ganz Russland sowie in mehreren früheren Sowjetrepubliken wurde am Dienstag an den Sieg im Zweiten Weltkrieg vor 72 Jahren gedacht. Auch auf der russischen Luftwaffenbasis Hmeimim in Syrien wurde eine kleine Parade abgehalten. Russland ist mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad verbündet und unterstützt im Bürgerkrieg dessen Truppen.

(AFP/th)
 
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