Urteil in Korruptionsprozess: Taiwans Ex-Präsident für mindestens elf Jahre in Haft
zuletzt aktualisiert: 11.11.2010 - 14:29
Taipeh (RPO). Taiwans Ex-Präsident Chen Shui-bian muss mindestens elf Jahre hinter Gitter verbringen. Der Oberste Gerichtshof verurteilte Chen am Donnerstag in letzter Instanz wegen der Annahme von Schmiergeld in Höhe von umgerechnet knapp 8,8 Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Immobiliengeschäft an die Regierung zudem zur Zahlung von 150 Millionen taiwanischer Dollar (3,6 Millionen Euro). Auch die Strafe für Chens Frau wurde auf elf Jahre festgesetzt. Das Paar hatte für diese Vorwürfe zuvor eine Haftstrafe von zwölf Jahren erhalten. Die Anschuldigungen sind Teil eines größeren Korruptionsprozesses gegen den früheren taiwanischen Präsidenten und seine Frau. Das Paar war im September vergangenen Jahres wegen Veruntreuung, Geldwäsche und Dokumentenfälschung zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Quelle: AFP
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