kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Japan Fukushima Tepco Reaktor panorama 2011
  Foto: Tokyo Electric Power Co., AP
Kommentare ()

Havariertes Atomkraftwerk in Japan: Tepco will Fukushima-Opfer entschädigen

zuletzt aktualisiert: 05.04.2011 - 11:18

Tokio (RP/RPO). Die japanische Regierung warnt vor katastrophalen Folgen, wenn weiterhin radioaktiv strahlende Substanzen aus dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima ins offene Meer strömen. Betreiber Tepco ließ am Dienstag weiter verseuchtes Wasser in den Pazifik pumpen. Den Betroffenen in der Region um Fukushima hat der Konzern finanzielle Hilfen zugesagt.

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerkes in Japan, Tokyo Electric Power (Tepco), hat angekündigt, die örtlichen Behörden für die radioaktive Verstrahlung und Evakuierungen zu entschädigen. Das Geld soll den betroffenen Menschen zu Gute kommen. Zuerst sollen offenbar Arztkosten und Einkommensausfälle bezahlt werden.

Der Konzern erklärte am Dienstag zwar, noch sei weder über die Höhe entschieden, noch darüber welche und wie viele Kommunen mit Geldern rechnen könnten. Doch in Tokio sorgten diese Nachricht und die anhaltenden Probleme im AKW Fukushima für ein Rekordtief der Tepco-Aktie, das auch die Börse ins Minus zog. Über die Höhe der Gelder soll mit der Regierung beraten werden, die die Zahlungen angeordnet hat.

Wie der österreichische Standard online berichtet, hat Tepco bereits damit begonnen, betroffenen Gemeinden jeweils 170.000 Euro zu zahlen. Die Gemeinde Namie habe sich jedoch geweigert, das Geld anzunehmen. Sie verlange, dass Tepco sich zuerst direkt bei den Bürgern entschuldigt und ihnen Entschädigungen anbietet.

Noch am Vortag hatte Tepco wegen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen massive Kritik vom Direktor der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) einstecken müssen. Das Unternehmen habe nicht genügend Vorsorgemaßnahmen ergriffen, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano am Montag in Wien auf die Frage, ob die Atomkatastrophe hätte verhindert werden können. 

"Leider unvermeidlich"

Derweil ließ Tepco am Dienstag weiterhin radioaktiv verstrahltes Wasser ins Meer pumpen. Die Maßnahme sei leider unvermeidlich, sagte Regierungssprecher Yukio Edano bei einer Pressekonferenz. Nur auf diese Weise könne verhindert werden, dass sich noch stärker kontaminiertes Wasser ausbreite. "Wir verklappen radioaktives Wasser, und das tut uns sehr leid", sagte Edano.

"Wir müssen die Ausbreitung in den Pazifik so bald wie möglich stoppen", hatte Regierungssprecher Yukio Edano am Vortag verlauten lassen. Der Kraftwerksbetreiber Tepco ließ schon am Montag Millionen Liter schwach radioaktives Wasser ins Meer ab, um Platz in den Reaktoren für stärker belastetes Wasser zu schaffen.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Anteil von radioaktiven Jod im Meerwasser unweit des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi die gesetzlichen Grenzwerte um mehrere Millionen Mal übersteigt. Am vergangenen Wochenende habe der Wert 7,5 Millionen Mal über dem Maximalwert gelegen, teilte Kraftwerksbetreiber Tepco mit. Am Montag sei der Grenzwert fünf millionenfach überschritten worden. Das radioaktive Material verteile sich jedoch zügig im Meerwasser und stelle keine unmittelbare Gefahr für die Umwelt dar, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Klimaschutz fraglich

Die Regierung in Tokio sieht durch die Atomkatastrophe die Klimaschutzziele des Landes infrage gestellt. Möglicherweise lasse sich die Absicht nicht verwirklichen, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis 2020 um ein Viertel unter das Niveau von 1990 zu senken, erklärte das Umweltministerium. Um eine Ausnahmeregelung bei den Klimaschutzzielen will Tokio jedoch nicht fordern. In der Klimapolitik ging Japan bisher vom verstärkten Einsatz der Atomenergie aus.

Im Bemühen, das von einem Erdbeben schwer beschädigte Kraftwerk zu dekontaminieren, bat die japanische Regierung zudem Russland um die Bereitstellung eines Schiffes, das speziell für die Entsorgung atomarer Abfälle gerüstet ist.

Unter Hinweis auf stabile Strahlungswerte in der Bucht von Tokio steuern unterdessen deutsche Reedereien den Hafen der Haupstadt sowie Yokohama wieder an. Die französische Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet plädierte für Nachkontrollen an den Atomkraftwerken des Landes: "Einer der Lernpunkte aus der Fukushima-Katastrophe ist, dass die Abklingbecken große Probleme verursachen können."

Quelle: RP/RTR/AFP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Die Bundesanwaltschaft hat zwei weitere mutmaßliche Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ... mehr 

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Knapp drei Wochen nach lebensgefährlichen Schüssen auf eine 24-Jährige im niedersächsischen ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Energiewende macht Elektrizität teuer

200.000 Hartz-IV-Empfänger ohne Strom

Tragischer Unfall am Bahnhof

Reisende von Wasserschlauch erschlagen

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Zahlreiche Gebäude eingestürzt

Mehrere Tote durch Erdbeben in Italien

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hat ein heftiges Erdbeben der Stärke 5,8 Norditalien erschüttert. In mehreren Orten sind Gebäude eingestürzt. Die Zahl der Toten ist auf 15 gestiegen. mehr

 
 

Martyrium einer 19-Jährigen in Bosnien

Festgehaltenes Mädchen will nach Deutschland

 

Fleisch aus Gesicht von Opfer gebissen

Nackter Kannibale wohl identifziert

 
 
Top-Services