| 19.27 Uhr

Großeinsatz der Polizei
Student löst mit Strahlenmessung Terror-Alarm in Brüssel aus

Terror-Alarm: Terror-Verdächtiger in Brüssel entpuppt sich als Student
FOTO: dpa, ld ks
Brüssel. Im Zentrum der belgischen Hauptstadt Brüssel hat ein verdächtiger Mann einen Großeinsatz der Polizei und Terror-Alarm ausgelöst. Der Verdächtige wurde Stunden lang umstellt. Dann stellte sich heraus, dass der Student Radioaktivität in dem Viertel messen wollte.

Einem Wachmann im Brüsseler Opernviertel war am Mittwochnachmittag ein Mann aufgefallen, der trotz Hitze mit langem Mantel mit heraushängenden Drähten herumlief, sagte eine Brüsseler Polizeisprecherin der Tageszeitung "Le Soir". Die alarmierte Polizei sperrte die umliegenden Straßen ab. Geschäfte und eine städtische Bibliothek wurden evakuiert.

Das "verdächtige Inviduum" sei "unter Kontrolle", aber noch nicht festgenommen, zitierte die Nachrichtenagentur Belga einen anderen Polizeisprecher am Mittwochnachmittag. Demnach sollten Bombenexperten den Mann überprüfen, um sicherzugehen, dass er keinen Sprengstoff an sich trug. Einige Stunden später war klar: Der Mann ist ein Student und gab an, für Strahlenmessungen in der Innenstadt unterwegs zu sein.

Der Mann wurde festgenommen und sollte am Abend verhört werden. Polizeisprecher Christian De Coninck sagte der Nachrichtenagentur Belga, der Mann habe sich während des Polizeieinsatzes "sehr passiv und sehr verdächtig verhalten". Die Polizei wolle ihn für die Kosten des fünfstündigen Großeinsatzes haftbar machen.

Der Großeinsatz der Polizei dauerte insgesamt fünf Stunden. Auf Bildern vom Einsatzort in der Nähe der größten Einkaufsstraße Brüssels war zu sehen, wie ein Mensch mit verschränkten Armen auf dem Boden einer Seitenstraße kniet und Polizisten ihre Waffen auf ihn richten.

Vor dem Nationalfeiertag am Donnerstag sind die belgischen Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft – knapp vier Monate nach dem Doppelanschlag vom 22. März, bei dem am Brüsseler Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt wurden.

(rent/AFP)
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