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Terror in Tunesien
Britische Luftwaffe fliegt Anschlagsopfer aus

Fotos: Nach Anschlag: Urlauber verlassen Tunesien
Fotos: Nach Anschlag: Urlauber verlassen Tunesien FOTO: dpa, moh sw
London. Großbritannien steht nach dem Anschlag in Tunesien unter Schock. Mindestens 15 getötete Urlauber stammen aus dem Vereinigten Königreich. Das macht die Attacke zum schlimmsten Angriff auf britische Bürger seit den Anschlägen in London 2005.

Nach dem Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien hat die britische Regierung eine Militärmaschine losgeschickt, um Tote und Verletzte auszufliegen. Das Transportflugzeug der britischen Luftwaffe vom Typ Boeing C17 solle bei der "Evakuierung der Opfer" helfen, sagte Premierminister David Cameron am Montag dem Rundfunksender BBC. Außerdem sollten die Leichen der Anschlagsopfer zurück nach Großbritannien gebracht werden. Cameron sprach von einer "absolut entsetzlichen Attacke", die das ganze Land und die ganze Welt schockiert habe.

Am Freitag hatte ein Attentäter am Strand in Port El Kantaoui nahe Sousse 38 Menschen getötet und 39 weitere verletzt. Die meisten Todesopfer kamen aus Großbritannien. Die Regierung in London sprach von mindestens 15 getöteten Briten. Medienberichten zufolge könnten aber mehr als 30 Briten getötet worden sein. Dies ist die höchste Zahl britischer Anschlagsopfer seit den Anschlägen in London im Juli 2005. Weitere Opfer kamen aus Irland, Belgien, Portugal und Deutschland.

Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien FOTO: afp, ADL/SH

Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistengruppe Islamischen Staat (IS). Nach Angaben des tunesischen Innenministeriums handelte der Attentäter allein, er habe aber sicherlich Helfer gehabt.

Am Montagmittag will die britische Innenministerin Theresa May zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und ihrem französischen Kollegen Bernard Cazeneuve Tunesien besuchen. De Maizière will damit nach Angaben des Innenministeriums dem tunesischen Volk seine Solidarität ausdrücken.

Weitere Informationen zum Anschlag in Tunesien in unserem Dossier.

(AFP)
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