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Warnungen aus dem Westen: Terrorgefahr in Neu Delhi

zuletzt aktualisiert: 02.05.2010 - 12:22

Neu Delhi (RPO). Die US-Botschaft in Indien hat vor einem "unmittelbar bevorstehenden" Terroranschlag in Neu Delhi gewarnt. Auch Großbritannien und Australien riefen am Wochenende in Reisewarnungen dazu auf, in der indischen Hauptstadt besondere Vorsicht walten zu lassen. Die indischen Behörden versicherten, die Sicherheitsmaßnahmen seien "angemessen".

Ein indischer Polizist kontrolliert eine Touristin auf einem Markt.  Foto: AFP, AFP
Ein indischer Polizist kontrolliert eine Touristin auf einem Markt. Foto: AFP, AFP

Bereits im April hatte die Botschaft mitgeteilt, es gebe "erhöhte Anzeichen" für Terrorplanungen in Indien. Erstmals sprachen die US-Diplomaten nun von einer unmittelbaren Gefahr. In der Reisewarnung riet die Botschaft US-Bürgern dringend, die belebten Einkaufsgegenden in der indischen Hauptstadt zu meiden. Die Märkte im Stadtzentrum seien "besonders attraktive Ziele für Terroristen."

Ähnlich äußerte sich Großbritannien. Die australische Vertretung in Indien sprach von "konkreten und glaubwürdigen Hinweisen auf Terrorangriffe in Neu Delhi". Das indische Innenministerium teilte mit, die Sicherheitsmaßnahmen seien "angemessen". Die Polizei in Neu Delhi versicherte, die "erforderlichen Schritte" unternommen zu haben. Die Sicherheitskräfte sind bereits mit Blick auf die im Herbst in der Hauptstadt stattfindenden Commonwealth-Spiele in erhöhter Alarmbereitschaft.

Auswärtiges Amt rät zu Wachsamkeit

In einem Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts in Berlin heißt es, angesichts der terroristischen Gefahren werde in Indien landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten, öffentlichen Plätzen und großen Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gelte vor allem zu staatlichen und religiösen Feiertagen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stünden.

Neu Delhi war zuletzt im September 2008 im Fadenkreuz von Terroristen. Bei einer Serie von Bombenexplosionen auf Märkten starben 22 Menschen, mehr als hundert wurden verletzt. Zwei Monate später wurden bei koordinierten Angriffen durch Islamisten im westindischen Mumbai fast 170 Menschen getötet, Indien machte die verbotene pakistanische Islamisten-Organisation Lashkar-e-Taiba dafür verantwortlich. Erst im Februar kamen bei einem Attentat auf ein Touristen-Café in Pune 15 Menschen ums Leben. Neben islamistischen Terrorgruppen stellen vor allem maoistische Rebellen eine Gefahr für die Sicherheit in Indien dar.

Quelle: AFP/awei

 
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