Venezolanischer Terrorist zu Anschlag von 1982 befragt: Terrorist "Carlos" tritt in Unterhose vor Richter
zuletzt aktualisiert: 28.04.2004 - 17:46Paris (rpo). Nur mit einer Unterhose, weißem Hemd und schwarzen Schuhen bekleidet erschien der als "Carlos" bekannte Terrorist Ilich Ramirez Sanchez am Mittwoch vor dem französischen Ermittlungsrichter Jean-Louis Bruguière.
Wie Mitarbeiter der Justizbehörden mitteilten, entledigte sich "Carlos" im Gefängnis von Fresnes bei Paris seiner Hose, nachdem er aufgefordert worden war, den Gürtel abzulegen. Ilich Ramirez Sanchez weigerte sich auch, die Treppen im Justizpalast hinaufzugehen - er wurde daraufhin von Polizeikräften ins Büro des Ermittlungsrichters getragen.
Gekleidet mit einem weißen Hemd, Unterhose und schwarzen Schuhen wurde "Carlos" von Bruguière zu einem Autobomben-Anschlag vernommen, der am 22. April 1982 vor dem Büro der arabisch-sprachigen Zeitung "Watan Al Arabi" in der Pariser Rue Marbeuf verübt worden war.
Dabei waren eine Frau getötet und 59 weitere Menschen verletzt worden. Carlos war im August 1994 von Sudan an Frankreich ausgeliefert worden. Er wurde in Paris wegen einer Schießerei im Juni 1975, bei der er drei Menschen tötete, zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
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