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Bestrafung in Thailand
Kadetten müssen eigene Handys auf Befehl zertrümmern

Bangkok. Thailands Militär hat sich mit einem Feldzug gegen Mobiltelefone in die Nesseln gesetzt. Die Geräte sind für Kadetten in der Ausbildung verboten und ein Video zeigt, was passiert, wenn sie sich darüber hinwegsetzen.

Marinerekruten stehen aufgereiht vor ihren Smartphones und je einem Betonblock. "Du hast es gerade gekauft, wie?
Teuer, was?", schnauzt ein Offizier. Jeder Nachwuchssoldat muss die Marke seines elektronischen Spielzeugs nennen. Dann folgt der Befehl "Zertrümmert es!", und jeder Kadett schlägt sein Telefon in Stücke.

Der Film mit dem Titel "Soldaten müssen ertragen" wurde auf YouTube und in Onlinenetzwerken mehr als 100.000 mal geteilt. Viele Kommentatoren fanden die Strafe zu hart und kritisierten, das Militär hätte sich damit begnügen sollen, die teuren Geräte einzuziehen.

Die Marine sah sich zu einer Klarstellung veranlasst: Ihre Schule für Kommunikation und Informationstechnologie habe private Smartphones in ihren Räumen verboten und Lehrer hätten die inoffizielle "Ehrenregel" eingeführt, dass jeder, der trotzdem mit einem Mobiltelefon erwischt wird, das Corpus delicti freiwillig zerschlägt, hieß es auf der Website ihres Radiosenders "Stimme der Marine". Diese Bestrafung sei aber mittlerweile aufgehoben worden.

Unklar ist, wer das Video aufgenommen hat - aber ganz offensichtlich verwendete er ein Smartphone.

(ap)
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