| 12.24 Uhr

Frau zu fast vier Jahren verurteilt
Tierheimbesitzerin soll 2200 Tiere eingeschläfert haben

Madrid. In Spanien ist die Besitzerin eines Tierheimes wegen der Tötung von zahlreichen gesunden Hunden und Katzen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Das Strafgericht in Málaga habe zudem am Montagabend mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter der Frau wegen Komplizenschaft ein Jahr hinter Gitter müsse, berichteten Medien am Dienstag unter Berufung auf Justizkreise. Der spanische Tierschutzverband "El Refugio" bezeichnete das Urteil als "historisch und beispielhaft".

Die Staatsanwaltschaft hatte die heute 72 Jahre alte Heimchefin beschuldigt, in einer Einrichtung unweit von Málaga für die Tötung von 2200 gesunden Tiere verantwortlich zu sein, um Platz zu schaffen. Die Taten geschahen demnach zwischen Januar 2009 und Oktober 2010. Da keine schmerzstillenden Mittel verabreicht worden seien, hätten die Tiere viel gelitten. Den Angaben zufolge wurde das Heim auch als Tierhotel und Tierklinik betrieben.

Die Frau streitet die Taten ab, ihre Verteidigung kündigte Berufung an. In dem Urteil hieß es, es habe nicht festgestellt werden können, wie viele Tiere genau eingeschläfert worden sein.

(dpa)
 
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