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Raubtier soll Menschen getötet haben
Tigerin in Indien an Stromschlag gestorben

Tiger in Indien an Stromschlag gestorben
Tiger in Indien (Symbolbild). FOTO: dpa, zeh
Neu Delhi. Die Jagd auf eine menschenfressende Tigerin in Indien ist mit dem Tod des Tieres durch einen Stromschlag zu Ende gegangen.

Die Raubkatze Kala, die vier Menschen getötet und zum Teil gefressen haben soll, habe einen elektrischen Zaun gestreift, sagte der Chef des Pench Tiger Reservats, Rishikesh Ranjan, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Der Zaun war demnach von Dorfbewohnern errichtet worden, um Wildtiere fernzuhalten, vor allem Wildschweine.

Ein Gericht im Bundesstaat Maharashtra hatte den Abschuss des zweijährigen Tigerweibchens am Freitag erlaubt, nachdem dieses zuletzt erneut zwei Menschen getötet hatte. Bereits im Juli war Kala gefangen worden, nachdem sie im Ort Brahmapuri in Maharashtra zwei Dorfbewohner getötet und vier weitere verletzt hatte. Kurze Zeit später war sie in einem Wildtierreservat wieder freigelassen worden.

Tiger greifen normalerweise keine Menschen an. Manche Experten aber gehen davon aus, dass die Tiere auf den Geschmack kommen können, sobald sie einmal Menschenfleisch gefressen haben. In Indien lebt mehr als die Hälfte der weltweit existierenden Tiger, nach der jüngsten Zählung aus dem Jahr 2014 umfasst ihr Bestand in den dortigen Schutzgebieten mehr als 2200 Raubkatzen. Immer wieder kommt es zu tödlichen Vorfällen.

(wer/AFP)
 
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