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Hubschrauber-Unglück
Zwei Bundeswehr-Soldaten sterben in Mali

Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr stürzt über Mali ab
Zwei Bundeswehr-Hubschrauber in Mali. (Archiv) FOTO: afp, mlo
Bamako. Bei dem Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali sind zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Das teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Mittwochabend mit.

Der Hubschrauber sei am Nachmittag aus bislang ungeklärter Ursache etwa 70 Kilometer nordöstlich von Gao verunglückt. Aus UN-Kreisen hieß es, es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber "geschossen" worden sei. "Für uns ist es ein Unfall", hieß es weiter.

Der Einsatz in Mali gilt als gefährlichster Einsatz der Bundeswehr. Sie unterstützt die UN-Mission Minusma. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Dafür wurden vier Tiger-Kampfhubschrauber und vier Transporthubschrauber vom Typ NH-90 von der Bundeswehr nach Mali verlegt. 

Gegend muss abgesichert werden

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wurde von dem Unglück am Mittwoch auf ihrer Sommerreise im oberbayerischen Pöcking unterrichtet. Ein Sprecher der Bundeswehr sprach dort zunächst von einem "ernsten Zwischenfall in einem Einsatzland". Die Aufklärung dauere noch, weshalb man sich noch nicht zu Details äußern könne, hieß es am Mittwochabend.

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche ausländische Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hatte im Januar 2013 militärisch eingegriffen, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die dortigen Regierungstruppen zu unterstützen.

Im Januar hatte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats für die UN-Mission in Mali auf bis zu tausend deutsche Soldaten zugestimmt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit 639 Einsatzkräfte der Bundeswehr in Mali, insgesamt umfasst die Mission 12.000 Mann. 

(wer/REU/dpa/AFP)
 
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