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Nach Tod von Cecil
Simbabwe verbietet Löwen- und Elefantenjagd

Trauer und Wut nach dem Tod von Löwe Cecil
Trauer und Wut nach dem Tod von Löwe Cecil FOTO: ap
Harare. Nach der Tötung des bekannten Löwen "Cecil" in Simbabwe zieht das Land drastische Konsequenzen: Ab sofort ist die Jagd auf Löwen, Leoparden und Elefanten auch außerhalb des Hwange-Nationalparks verboten.

"Eine solche Jagd darf nur noch durchgeführt werden, wenn sie schriftlich vom Generaldirektor der zuständigen Parkbehörde genehmigt wurde und wenn die Jäger von Mitarbeitern des Parks begleitet werden", zitierte die Zeitung "New Zimbabwe" eine Mitteilung des Chefs der Parkbehörde vom Samstag.

Die Tötung des 13-jährigen "Cecil" hat in der vergangenen Woche weltweit Empörung ausgelöst. Das südwestafrikanische Land Simbabwe will die Auslieferung des Jägers aus den USA erreichen. Der im Bundesstaat Minnesota lebende Zahnarzt Walter Palmer soll den Löwen, der als eine Art Wahrzeichen des Nationalparks im Nordwesten des Landes galt, mit einem Trick aus dem Park gelockt haben. Anschließend schoss er mit Pfeil und Bogen auf das Tier, das 40 Stunden qualvoll gelitten haben soll, bis Palmer es schließlich erschoss.

Tier-Selfies aus der Serengeti FOTO: dpa, mbk

Speziell die Jagd mit Pfeil und Bogen sei mit sofortiger Wirkung untersagt, hieß es weiter. Der Parkbehördenchef Edison Chidziya betonte, die Behörde werde nicht zögern, Jäger, die die Anordnung missachteten, festzunehmen und vor Gericht zu bringen.

Die umstrittene Großwildjagd hat auch in Deutschland Anhänger. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" führten deutsche Trophäenjäger im Jahr 2014 elf Löwen ein, außerdem zahlreiche Schwarzbären, Leoparden, Elefanten sowie einen Eisbär.

Zweiter Löwe getötet - nicht "Jericho"

Am Sonntagnachmittag teilten die Behörden in Simbabwe mit, dass neben dem Löwen Cecil kürzlich auch ein weiterer Löwe von einem Amerikaner getötet worden sei. Der Mann habe das Tier im April bei einer illegalen Jagd mit Pfeil und Bogen erlegt, teilte die für die Nationalparks des Landes zuständige Behörde am Sonntag mit.

Bei dem zweiten getöteten Löwen handelte es sich aber nicht um Jericho, einen Gefährten Cecils. Jericho sei noch am Leben und werde überwacht, hieß es von der Behörde. Auf der Facebook-Seite einer Gruppe namens Zimbabwe Conservation Task Force wurde am Samstag der Tod von Jericho vermeldet.

(dpa)
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