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Trotz Papst-Engagement
Mutter von drei Kindern in Georgia hingerichtet

Georgia: Erste Hinrichtung einer Frau seit 70 Jahren
Georgia: Erste Hinrichtung einer Frau seit 70 Jahren FOTO: ap
Atlanta. Zum ersten Mal seit 70 Jahren ist im US-Bundesstaat Georgia eine Frau hingerichtet worden. Kelly Gissendaner wurde am frühen Morgen mit einer Giftinjektion getötet. Papst Franziskus hatte sich zuvor für die dreifache Mutter eingesetzt - vergeblich. 

Die Todesstrafe der 47-jährigen Kelly Gissendaner wurde am frühen Mittwochmorgen im Gefängnis von Jackson per Giftspritze vollstreckt, wie eine Sprecherin der Strafvollzugsbehörden mitteilte. Am Dienstagabend hatte die zuständige Behörde ein letztes Gnadengesuch abgelehnt. Gissendaner war die einzige Todeskandidatin im Bundesstaat Georgia.

Zuletzt hatten ihre drei Kinder laut "Guardian" um Gnade für ihre Mutter gebeten, auch Papst Franziskus hatte sich für eine Umwandlung der Todes- in eine Haftstrafe eingesetzt.

Gissendaner hatte im Februar 1997 ihren damaligen Liebhaber angeheuert, ihren Ehemann zu töten, um dessen Lebensversicherung zu kassieren. Der Liebhaber sagte 1998 gegen Gissendaner aus und wurde daraufhin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Gissendaners Hinrichtung war in diesem Jahr bereits zweimal verschoben worden, zunächst wegen des Winterwetters und dann wegen Problemen mit der Giftmischung.

Nach Angaben des Death Penalty Information Center ist Gissendaner die 16. Frau, die seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 hingerichtet wurde. Die Todesstrafe ist in 32 der 50 US-Staaten sowie auf Bundesebene erlaubt, die Zahl der Hinrichtungen geht seit Jahren aber beständig zurück.

(AFP)
 
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