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Pakistan
Todesurteile für 16 Täter des Schulmassakers von Peshawar

Islamabad. Pakistans höchstes Gericht hat die Todesurteile gegen 16 islamistische Terroristen bestätigt, die an dem Massaker an einer Schule in Peshawar beteiligt waren. Bei dem Angriff auf die Armeeschule in Peshawar waren im Dezember 2014 mehr als 130 Schüler ums Leben gekommen.

Die Angeklagten hatten gegen die von Militärgerichten verhängte Todesstrafe Berufung wegen Verfahrensfehlern eingelegt. In dem 182 Seiten umfassenden Urteil kamen die Richter des obersten Gerichts jedoch nun zu dem Schluss, der Militärgerichtsbarkeit seien keine Fehler unterlaufen, berichteten pakistanische Medien.

Die Bestätigung der Todesurteile durch das höchste Gericht schreibt in Pakistan Justizgeschichte. Zum ersten Mal habe ein ziviles Gericht die Legalität von Entscheidungen von Militärgerichten geprüft, hieß es.

Nach dem Schulmassaker von Peshawar hatte die pakistanische Regierung im Januar 2015 die Anklage ziviler Terroristen vor Militärgerichten beschlossen. Seitdem wurden laut Medienangaben rund 100 Mitglieder der pakistanischen Taliban unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Tod sowie vier  zu lebenslanger Haft verurteilt worden; mit Ausnahme von sech Angeklagten seien alle Angeklagten geständig gewesen, teilte das Militär mit.

(KNA)
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