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Luftbilder zeigen Chaos: Tornado zerstört Kleinstadt in USA

zuletzt aktualisiert: 06.05.2007 - 11:04

Washington (RPO). Bei einem Tornado im US-Bundesstaat sind neun Menschen ums Leben gekommen. Der heftige Wirbelsturm wütete in der Stadt Greensburg und zerstörte 90 Prozent der Gebäude in der Kleinstadt mit 1400 Einwohnern, wie die Stadtverwaltung bekannt gab.

Dutzende Menschen mussten aus den Trümmern eines Krankenhauses befreit werden. Zahlreiche Menschen wurden in Greensburg und Umgebung verletzt. Wetterexperten rechneten mit weiteren heftigen Unwettern im Landesinneren.

Der Sturm war am Freitagabend gegen 21.45 Uhr Ortszeit mit geschätzten Windgeschwindigkeiten von rund 300 Stundenkilometern über die Einwohner der Kleinstadt hereingebrochen, die 200 Kilometer westlich von Wichita liegt. Allein in Greensburg wurden sechs Menschen getötet, wie eine Sprecherin der Rettungskräfte dem Sender CNN sagte. In einem benachbarten Bezirk sei ein weiterer Mensch gestorben, laut Lokalpresse starben zwei weitere in der Region. Dutzende Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.

Suche nach Menschen noch nicht abgeschlossen

"Das ist eine große Katastrophe für diese kleine Stadt", sagte Hewitt bei einer Pressekonferenz. Die Suche gehe weiter. "Wir wollen sichergehen, dass wir jeden finden." Fernsehsender zeigten, wie der Sturm die Stadt praktisch dem Erdbeben gleichgemacht hatte: Häuser wurden aus ihren Fundamenten gerissen, Dächer zerfetzt und Schulgebäude zertrümmert. Der Wind habe die Tür des Schutzraumes einfach weggerissen, sagte einer der Einwohner von Greensburg, Kevin Hillhouse, dem Fernsehsender Kake.

Die Stromversorgung in der Stadt brach komplett zusammen, die Zufahrtsstraßen wurden für den gesamten Verkehr mit Ausnahme von Notdiensten gesperrt. Soldaten der Nationalgarde sollten die Rettungskräfte vor Ort verstärken. Die unversehrten Bewohner mussten die Stadt verlassen, Helfer durchkämmten die Trümmer mit Traktoren und Hunden nach Überlebenden. Bis Sonntagmorgen sollte eine Ausgangssperre gelten. Laut Anwohnern hatten Sirenen in der Stadt 20 Minuten vor Beginn des Sturms gewarnt, so dass die meisten sich in Schutzkellern in Sicherheit bringen konnten.

US-Präsident George W. Bush sei mit seinen Gedanken und Gebeten bei den Menschen in Greensburg und bei all denen, die "Verluste und Verletzungen" erlitten hätten, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Senator Pat Roberts sagte, es sei weder eine Über- noch eine Untertreibung zu sagen, dass diese Stadt "einfach von der Landkarte verschwunden sei".

Das nationale Wetterzentrum gab unterdessen für weitere sieben Bundesstaaten im Landesinneren eine Tornado-Warnung heraus. Im nördlich von Kansas gelegenen Nebraska sei mit "extrem gefährlichen und lebensbedrohlichen Situation" zu rechnen, warnte der Wetterdienst.

Die Luftbilder von der Katastrophe in unserer Fotostrecke oben rechts zeigen das Ausmaß der Zerstörung und das Chaos in der Kleinstadt.

Quelle: afp

 
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