Colorado: Tote nach Schießerei vor US-Kirchen
zuletzt aktualisiert: 09.12.2007 - 22:51Los Angeles (RPO). Bei Schießereien vor einer Kirche und in einem Missionszentrum im US-Bundesstaat Colorado hat es Tote und Verletzte gegeben. Unter den Toten ist auch einer der beiden Angreifer, der zweite ist flüchtig. Sechs Menschen wurden verletzt. Ein Polizeisprecher äußerte die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Schießereien in einer Vorstadt von Denver und in Colorado Springs geben könnte.
Der erste Vorfall ereignete sich am Sonntag in Arvada bei Denver. Dort erschoss ein ein etwa 20 Jahre alter Mann kurz nach Mitternacht einen Mann und eine Frau im Zentrum der Missionsbewegung Youth With a Mission (YWAM). Zwei weitere Mitarbeiter der Einrichtung wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der Täter griff zur Waffe, nachdem er nach einer Schlafgelegenheit gefragt hatte und abgewiesen worden war.
Etwa zwölf Stunden später und rund 100 Kilometer weiter südlich fielen Schüsse in der New Life Church, einer großen Kirche der evangelikalen Bewegung in den USA. Ein bewaffneter Mann in einem schwarzen Mantel habe gegen 13.00 Uhr (Ortszeit) die Eingangshalle der Kirche in Colorado Springs betreten und auf Kirchgänger geschossen, sagte ein Gemeindemitglied.
Zu diesem Zeitpunkt war gerade der 11-Uhr-Gottesdienst beendet, und mehrere hundert Menschen strömten aus der Kirche. Ein Kirchgänger wurde getötet, vier weitere erlitten Verletzungen. Der Täter wurde von einem Wachmann der Kirche erschossen. Dadurch sei vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet worden, sagte Polizeichef Richard Myers.
Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen gibt, war unklar. Der Polizeichef von Arvada, Bob Wick, sagte jedoch, es gebe Hinweise für einen möglichen Zusammenhang der beiden Taten. Die Behörden beider Städte nahmen Verbindung auf. Der mutmaßliche Täter in Arvada konnte offenbar zu Fuß fliehen. Polizisten durchsuchten die Gegend mit Hunden.
Die New Life Church wurde von Pfarrer Ted Haggard gegründet, der im vergangenen Jahr als Präsident der Nationalen Vereinigung der Evangelikalen abgesetzt wurde. Vorausgegangen war eine Affäre, bei der Haggard vorgeworfen wurde, einem Mann Geld für eine homosexuelle Beziehung gezahlt zu haben. Der Kirche gehören rund 10.000 Mitglieder an.
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