Connecticut in den USA: Tote und Verletzte nach Explosion in Kraftwerk
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 15:40Middletown/USA (RPO). Einen Tag nach der verheerenden Explosion mit mindestens fünf Toten auf einer Baustelle für ein Gaskraftwerk in den USA war am Montag die genaue Zahl der Opfer noch nicht bekannt. Das Schicksal der meisten der fast 100 Arbeiter, die zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Baustelle waren, sei zwar bekannt, sagte der stellvertretende Feuerwehrchef Al Santostefano.
Ein Teil des Kraftwerks sei aber nach der Explosion so einsturzgefährdet, dass nicht abzuschätzen sei, ob dort noch jemand verschüttet sei.
Mindestens zwölf Menschen wurden bei dem Unglück im US-Staat Connecticut verletzt, wie die Behörden in der Stadt Middletown mitteilten. Die Wucht der Detonation war bis zu 30 Kilometer weit zu spüren. Nach der Explosion, zu der es bei der Reinigung eines Gasrohrs von Luft kam, brach ein Feuer aus. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. In einige Teilen des Kraftwerks lagen die Trümmer drei Meter hoch.
Durch die Wucht der Explosion wurde die Metallverkleidung des fast fertiggestellten Kraftwerks zerstört. Zu sehen war eine rußgeschwärzte Struktur über dem Ufer des Flusses Connecticut. Ein Bewohner der Stadt Middletown berichtete, sein Haus habe bei der Explosion gewackelt. "Ich dachte, ein Baum fällt auf unser Haus", sagte Steve Clark.
In der Nacht zum Montag durchsuchten Rettungskräfte weiter die Trümmer, wie die Feuerwehr mitteilte. Allerdings gab es keine Vermissten mehr. Die genaue Unglücksursache war noch unklar. Die Feuerpolizei wollte am Montag mit den Ermittlungen beginnen. Dazu wurden auch Experten einer US-Behörde aus Colorado erwartet, die sonst Chemieunfälle untersuchen.
In Middletown wollte das Unternehmen Kleen Energy bis Mitte des Jahres ein vor allem mit Erdgas betriebenes Elektrizitätskraftwerk mit einer Leistung von 620 Megawatt bauen.
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