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Verschwundene Vierjährige: Touristin will Maddie in Marokko gesehen haben

zuletzt aktualisiert: 23.05.2007 - 10:27

Lissabon (RPO). Bei der Suche nach der verschwundenen Madeleine führt eine Spur der Ermittler nach Marokko. Wie die portugiesischen Behörden berichten, geht die Polizei dort dem Hinweis einer norwegischen Touristin nach, die die Vierjährige sechs Tage nach dem Verschwinden an einer Tankstelle in Marrakesch gesehen haben will. Die Eltern kündeten unterdessen eine europaweite Suchaktion an.

Die Norwegerin Mari Olli hatte in der Zeitung "Correio de Manha" berichtet, das Mädchen habe einen hellblauen Schlafanzug getragen und habe einen Mann gefragt, ob sie ihre Mutter bald wiedersehen werde.

Olli sagte, sie sei "sicher", dass sie Madeleine gesehen habe. Sie habe während ihres Urlaubs in Marokko keine Nachrichten mitbekommen und erst nach ihrer Rückkehr in ihren Wohnort in Südspanien von der Entführung erfahren. Daraufhin habe sie umgehend die Polizei alarmiert. Die kleine Maddie war am 3. Mai aus einer Ferienanlage an der Algarve verschwunden, als ihre Eltern in einem Restaurant in der Nähe zu Abend aßen.

Die Eltern des seit rund drei Wochen vermissten britischen Mädchens Madeleine wollen an einem symbolischen Ort für ihre Tochter beten. Sie wollten am Mittwoch an einem heiligen katholischen Schrein in einer Grotte bei Fatima für Madeleines sichere Rückkehr beten, kündigten Gerry und Kate McCann am Dienstagabend vor Journalisten an. Nach dem katholischen Glauben erschien 1917 drei Cousins in der Grotte die Jungfrau Maria. Jedes Jahr pilgern Millionen Gläubige zu dem Schrein. Papst Johannes Paul II. hatte einst gesagt, die Jungfrau von Fatima habe bei dem Attentat auf dem Petersplatz 1981 sein Leben gerettet.

Außerdem sagten die Eltern, sie werden ihre gesamten Anstrengungen in eine europaweite Suchaktion stecken, um Maddie zu finden. Eine Rückkehr nach England ist vorerst nicht geplant.

Quelle: afp2

 
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