Erdrutsche durch heftige Regenfälle befürchtet: Tropensturm "Richard" fegt über Belize hinweg
zuletzt aktualisiert: 25.10.2010 - 16:38Cancún/Mexiko (RPO). Hurrikan "Richard" hat die Karibikküste erreicht. Nachdem "Richard" am Sonntag (Ortszeit) im zentralamerikanischen Belize auf Land traf, stufte das US-Hurrikan-Zentrum NHC in Miami am Montag das Tiefdruckgebiet zu einem Tropensturm herab. Entwarnung gaben die Experten aber nicht, sie befürchteten gefährliche Sturzfluten und Erdrutsche im Landesinneren.
"Richard" erreichte dem NHC zufolge als Hurrikan der ersten Kategorie rund 35 Kilometer südwestlich von Belize-Stadt die Karibikküste. Nachdem der Hurrikan auf Land traf stufte das NHC "Richard" am Montag zu einem Tropensturm herab. Die Windgeschwindigkeiten sanken demnach von rund 150 Stundenkilometern auf etwa 100 Kilometer pro Stunde. Dessen ungeachtet warnte das US-Hurrikan-Zentrum, dass heftige Regenfälle im Landesinnere besonders in bergigen Gegenden Sturzfluten und Erdrutsche auslösen könnten.
Auch für einige Regionen von Honduras waren wegen "Richard" Hurrikan-Warnungen ausgegeben worden, ebenso für die mexikanische Halbinsel Yucatan. In Honduras wurden rund 360 Bewohner von zwei kleinen Inseln in Sicherheit gebracht.
Im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo rief Gouverneur Félix Gonzalez die höchste Alarmstufe für die Regionalhauptstadt Chetumal aus. In den Touristenorten Cancún, Playa del Carmen, Cozumel und Isla Mujeres wurden demnach weniger starke Auswirkungen erwartet. Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes war auch in den Bundesstaaten Tabasco und Chiapas mit schweren Regenfällen zu rechnen.
"Richard" ist bereits der 17. Tropensturm der nordatlantischen Sturmsaison 2010. Durch Überflutungen und Erdrutsche starben in diesem Jahr in Mittelamerika bereits mehr als 300 Menschen. Tausende wurden obdachlos.
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