Seebeben vor Neuseeland: Tsunami-Entwarnung für die Küste
zuletzt aktualisiert: 15.07.2009 - 15:18Wellington (RPO). Aufatmen an der neuseeländischen Küste: Nach dem schweren Seebeben der Stärke 7,8 hat das Warnzentrum auf Hawaii Tsunami-Entwarnung gegeben.
Der Erdstoß versetzte zwar den Pazifik in Unruhe, die dabei entstandene Welle stellte aber nach Angaben des Tsunami-Warnzentrums auf Hawaii keine tödliche Gefahr für die neuseeländische Südinsel dar. Unmittelbar nach dem Beben um 11.22 Uhr MESZ hatte das Zentrum eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die eine Stunde später aufgehoben wurde.
Die Messung des Meeresspiegels habe ergeben, dass durch das Beben ein Tsunami entstand, erklärte das Warnzentrum. Dieser hätte an den benachbarten Küsten zerstörerische Wirkung entfalten können. Letztlich seien die Wasserpegel aber nur um etwa 20 Zentimeter gestiegen.
Das Epizentrum lag nach Angaben der amerikanischen Erdbebenwarte USGS etwa 160 Kilometer vor dem Ort Invercargill auf der Südinsel Neuseelands. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von rund 33 Kilometern. Etwa zwanzig Minuten später wurde laut US-Erdbebenwarte (USGS) ein Nachbeben der Stärke 5,8 registriert, nach Angaben neuseeländischer Experten betrug dessen Stärke 6,1. Die Erschütterung war Polizeiangaben zufolge auf der ganzen Südinsel zu spüren, es gab zunächst aber keine Berichte über Verletzte. Vereinzelt wurden Sachschäden gemeldet.
Nach Medienberichten war das Beben auf dem neuseeländischen Festland nur leicht zu spüren, sorgte aber dennoch für Aufregung. In Invercargill berichtete ein Anwohner, die Erde habe etwa eine Minute lang vibriert. Sein Haus habe zu schwanken begonnen, in mehreren Türrahmen seien Risse erschienen, sagte der Mann der Nachrichtenagentur New Zealand Press Association. Er und seine Familie hätten sich unter den Esszimmertisch in Sicherheit gebracht. Andere Menschen suchten nach Polizeiangaben unter Eingängen Schutz. In einigen Häusern seien Gegenstände aus den Regalen gefallen, berichtete der Sender "Radio New Zealand".
In Neuseeland sind Erd- und Seebeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, auf dem mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen.
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