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Pazifik: Tsunami zerstört Dörfer auf Samoa

zuletzt aktualisiert: 29.09.2009 - 23:19

Washington (RPO). Ein Seebeben der Stärke 7,9 hat einen Tsunami im Pazifik ausgelöst. US-Behörden sprechen von Toten auf Amerikanisch-Samoa. Die Flutwellen-Warnung galt auch für Neuseeland.

Das Epizentrum des Bebens befand sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte 190 Kilometer südwestlich von Amerikanisch-Samoa in einer Tiefe von 18 Kilometern. Mehrere Dörfer auf dem Inselstaat wurden bei der anschließenden Flutwelle zerstört. Viele der Inseln liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und werden regelmäßig überschwemmt.

Ein US-Behördenvertreter sprach von mehreren Todesopfern auf Amerikanisch-Samoa. Genaue Zahlen nannte er aber nicht. Laut einem örtlichen Nachrichtensender gibt es auch mehrere Vermisste. Dies ist allerdings noch nicht bestätigt. Auf der Insel wohnen Medienberichten zufolge auch 20 Deutsche. 

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RP Online: Tsunami in Apia

Die Ortschaft Sau Sau wurde nach Angaben eines neuseeländischen Urlaubers dem Erdboden gleich gemacht. "Es ging sehr schnell", sagte der Tourist Graeme Ansell in einem Radiointerview. "Das ganze Dorf ist ausgelöscht worden. Kein einziges Gebäude steht mehr." Eine eineinhalb Meter hohe Flutwelle schwappte auch etwa 100 Meter weit in die Hauptstadt von Amerikanisch-Samoa, Pago Pago, bevor sie sich wieder zurückzog. Mehrere Autos steckten anschließend im Schlamm fest, und es kam zu Stromausfällen

Am Abend trafen weitere Augenzeugenberichte über Erdbeben und Flutwellen ein. "Es war ziemlich stark", sagte eine Bewohnerin einem lokalen Radiosender. "Es war lang und hat etwa zwei Minuten gedauert. Es war das stärkste (Erdbeben), das ich erlebt habe, und wir sind nach draußen gerannt. Man hat gesehen, wie die Bäume und Häuser schwankten. Alles ist auf den Boden gefallen, und wir dachten, das Haus stürzt auch ein. Gott sei Dank ist das nicht passiert."

Ein weitere Anwohner sagte, auch die Südküste der Hauptinsel Upolu sei von der Flutwelle getroffen worden. Lokale Medien berichteten über mehrere Erdrutsche in der Region Solosolo auf Upolu. Auch Plantagen seien beschädigt worden.

Bei einem durch ein Seebeben im Indischen Ozean ausgelösten Tsunami waren Ende 2004 in Südasien mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: RTR/AFP/AP/CSI

 
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