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Spürhund wittert Autobombe: Türkei feiert Schäferhund "Rocky"

zuletzt aktualisiert: 12.09.2007 - 09:12

Istanbul (RPO). Nach dem vereitelten Bombenanschlag von Ankara feiert die Türkei Spürhund "Rocky". Zeitungen überboten sich mit Lobeshymnen auf den dreieinhalbjährigen deutschen Schäferhund. "Rocky" sei ein "Heldenhund", der die türkische Hauptstadt vor einer Katastrophe gerettet habe, berichtete "Hürriyet". Die Zeitung "Yeni Safak" sprach von "Rockys Sieg".

Polizeihund "Rocky" witterte in einem Parkhaus in Ankaras Innenstadt eine Bombe, die in einem Kleinbus versteckt war.  Foto: AP, AP
Polizeihund "Rocky" witterte in einem Parkhaus in Ankaras Innenstadt eine Bombe, die in einem Kleinbus versteckt war. Foto: AP, AP

Der Polizeihund hatte am Dienstagmorgen in einem Parkhaus in Ankaras Innenstadt eine rund 300 Kilogramm schwere Bombe gewittert, die in einem Kleinbus versteckt war.

"Rocky" habe sich während einer Durchsuchung des Parkhauses vor den Bus gesetzt und damit signalisiert, dass er Sprengstoff in dem Fahrzeug geortet, berichtete die Zeitung "Sabah". Daraufhin hätten die Polizisten einen zweiten Spürhund, "Maske", zu dem Wagen geführt. "Maske" habe das Urteil seines Kollegen bestätigt.

Wer hinter dem versuchten Bombenanschlag stecken könnte, war zunächst weiter unklar. In dem Wagen wurden nach Medienberichten mehrere Mobiltelefone gefunden, die möglicherweise benutzt werden sollten, um die Bombe zu zünden.

Die Polizei in Ankara erklärte am späten Mittwochabend, der gefundene Sprengstoff gleiche Bombenmaterial, das in den vergangenen Jahren bei Aktionen der kurdischen Rebellengruppe PKK sichergestellt worden sei. Dagegen zitierten Zeitungen ungenannte Behördenvertreter, die den Verdacht äußerten, dass islamistische Extremisten für den Anschlagsversuch verantwortlich sein könnten.

Dafür spreche die Ähnlichkeit der gefundenen Bombe mit den Sprengsätzen, die im November 2003 von islamistischen Terroristen in Istanbul gezündet wurden. Damals starben 63 Menschen.

Quelle: afp

 
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