| 15.25 Uhr

Im Keller einbetoniert
Frauenleiche in Türkei möglicherweise vermisste Deutsche

Istanbul/Hannover. Im westtürkischen Gölcük ist in einem mit Beton gefüllten Fass eine Frauenleiche gefunden worden. Bei dem Opfer könnte es sich um eine vor einem Monat als vermisst gemeldete Deutsche aus Niedersachsen handeln. Das Fass war in einem Keller zusätzlich einbetoniert worden.

Das berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Die Hände der Leiche seien gefesselt gewesen, der Hals weise Würgespuren auf. Bei der Frau handele es sich mutmaßlich um eine 39-jährige Deutsche, die vor mehr als einem Monat als vermisst gemeldet worden sei. Die Frau hatte demnach als Friseurin im Urlaubsort Antalya gearbeitet und war zuletzt in Istanbul gesehen worden. Sie sei Mutter von zwei Kindern.

Freund des Opfers steht unter Verdacht

Die Leiche sei zur Identifizierung nach Istanbul gebracht worden. Auch die "Neue Presse" berichtete am Donnerstag über den Fall der Frau, die aus Walsrode stammen soll. Ein Sprecher der zuständigen Polizei in Soltau sagte auf Anfrage: "Es ist richtig, dass wir hier einen Vermisstenfall haben." Anfang März sei eine Frau in die Türkei geflogen und nicht wieder zurückgekommen.

Es gebe bislang keine Bestätigung, dass es sich bei der Toten um die Vermisste handele. Die deutsche und die türkische Polizei stünden in Kontakt. DHA berichtete weiter, die Polizei verdächtige den Freund des Opfers, der inzwischen wieder in Deutschland sein soll. Im Rahmen der Ermittlungen hätten die Behörden gezielt im Umfeld des Freundes nach der Vermissten gesucht.

(dpa)
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