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"Islamischer Staat"
127 Festnahmen nach dem Anschlag auf Strandhotel in Tunesien

Polizei und Nationalgarde bewachen Strand von Sousse
Polizei und Nationalgarde bewachen Strand von Sousse FOTO: ap
Tunis. Die tunesischen Behörden unternehmen alles, damit nicht der Eindruck entsteht, sie würden nichts zur Aufklärung des Terroranschlag auf ein Strandhotel vor gut zwei Wochen unternehmen. Seit dem haben 700 Razzien stattgefunden. 127 Verdächtige sind festgenommen worden. 

Seit dem blutigen Anschlag auf ein Strandhotel vor gut zwei Wochen haben die tunesischen Behörden dutzende mutmaßliche Mitglieder extremistischer Gruppen festgenommen. Bei rund 700 Razzien hätten die Sicherheitskräfte seither insgesamt 127 Verdächtige gefasst, teilte der für die Kommunikation über die Sicherheitsmaßnahmen zuständige Minister Kamel Jendoubi am Samstag mit. Wie viele von ihnen direkt in den Anschlag verwickelt waren, sagte er nicht. Vor rund einer Woche hatte Jendoubi die Festnahme von sieben Männern und einer Frau verkündet, die in "direkter Verbindung" zu dem Angriff stehen sollen.

Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien FOTO: afp, ADL/SH

Am 26. Juni hatte ein tunesischer Student an einem Strand in Port El Kantaoui nahe Sousse 38 Menschen erschossen, darunter 30 Briten und zwei Deutsche. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die britische Regierung rief am Donnerstag ihre Landsleute zur Heimkehr auf. Sie gehe davon aus, "dass ein weiterer terroristischer Angriff hoch wahrscheinlich" sei. Dänemark und Irland schlossen sich inzwischen der Reisewarnung an.

Fotos: Nach Anschlag: Urlauber verlassen Tunesien FOTO: dpa, moh sw

Jendoubi bedauerte die Entscheidung. Es gebe keine Hinweise auf einen "unmittelbar drohenden" Anschlag, erklärte er. Nach seinen Angaben wurden 3000 Sicherheitsbeamte zum Schutz der Strände, Hotels und archäologischer Stätten abgestellt. Seine Regierung unternehme alles, um "unser Land, unsere Bürger und alle Ausländer" zu schützen, sagte der Minister. Neben den tunesischen Streitkräften seien dafür "mehr als 100.000 Polizisten, Zivilschützer und Nationalgardisten" im Einsatz.

(AFP)
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