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Terror in Tunesien
Nur 250 Tui-Urlauber wollen Ferien abbrechen

Fotos: Nach Anschlag: Urlauber verlassen Tunesien
Fotos: Nach Anschlag: Urlauber verlassen Tunesien FOTO: dpa, moh sw
Port el-Kantaoui/Hannover. Der Großteil der deutschen Urlauber, die mit Tui nach Tunesien gereist sind, will den Urlaub offenbar fortsetzen. Nur 250 Gäste wollen nach Unternehmensangaben frühzeitig zurück nach Deutschland gebracht werden.

Nach dem Terroranschlag im tunesischen Badeort Sousse holen Reiseveranstalter mehrere hundert Urlauber aus der Region zurück. Der Reisekonzern Tui rechnet damit, dass insgesamt 250 deutsche Kunden ihren Ferien in Tunesien abbrechen werden. "Bis zum Sonntagabend werden wir rund 200 Gäste ausgeflogen haben", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Sonntag in Port el-Kantaoui nahe Sousse. Die Mehrzahl - rund 3500 Urlauber - will nach Angaben des Konzerns aber bleiben.

Britische Reiseanbieter stellten mindestens zehn Flugzeuge bereit, um Touristen nach Hause zu holen. Bei der Mehrzahl der 38 Opfer dürfte es sich um Briten handeln, unter den Toten ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes aber auch mindestens ein Deutscher. Zentrum des Angriffs war das Riu-Hotel "Imperial Marhaba". Die Kette Riu Hotel & Resorts wird von der Tui und einer spanischen Familie betrieben.

Reiseveranstalter wie Tui, Thomson oder Thomas Cook haben es Tunesien-Urlaubern freigestellt, einen geplanten Tunesien-Urlaub kostenlos zu stornieren. Bei der deutschen Kundenhotline von Tui meldeten sich bis Sonntagmittag rund 500 Kunden, um ihre Reise umzubuchen oder zu stornieren.

In ganz Tunesien machten zur Zeit des Anschlags etwa 15 000 Menschen Urlaub mit der Tui. Rund 3800 davon kamen aus deutschsprachigen Ländern. Als Vorsichtsmaßnahme hat der Reiseveranstalter das komplette Ausflugsprogramm in Tunesien zunächst bis zum Dienstag abgesagt.

(dpa)
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