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Tunesien
Zwölf weitere Festnahmen nach Anschlag auf Hotel

Polizei und Nationalgarde bewachen Strand von Sousse
Polizei und Nationalgarde bewachen Strand von Sousse FOTO: ap
Tunis. Nach dem Terroranschlag auf Urlauber im tunesischen Badeort Sousse hat die Polizei in dem nordafrikanischen Land insgesamt zwölf Verdächtige festgenommen. Aus dem tunesischen Innenministerium hieß es am Donnerstag, im Zuge der Ermittlungen seien weitere Festnahmen möglich.

Die Verdächtigen sollen in Terrorlagern im Nachbarland Libyen ausgebildet worden sein, teilte der tunesische Minister Lazhar Akremi nach Angaben einheimischer Medien mit.

Ein 24 Jahre alter Student hatte am vergangenen Freitag am Badestrand in Sousse 38 Touristen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Auch der Attentäter soll nach Angaben des tunesischen Innenministeriums in einem libyschen Terrorlager gewesen sein. Zu dem Angriff bekannten sich Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung. Im libyschen Bürgerkriegschaos haben Extremisten mehrere Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

30 der Opfer in Sousse waren Briten. Auch zwei Deutsche kamen ums Leben, eine Frau aus Willich und ein Mann aus Korschenbroich. Die tunesische Regierung hatte bereits am Montag die Festnahme mehrerer Verdächtiger gemeldet, die den Attentäter unterstützt haben sollen. Eine Zahl nannte sie nicht.

(dpa)
 
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