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Wintereinbruch
Unfälle und Tote in Südeuropa

Wintereinbruch: Unfälle und Tote in Südeuropa
Ein Schneepflug versucht, den Flughafen von Mailand freizulegen. FOTO: AFP, AFP
Madrid/Lyon (rpo). Auch Südeuropa leidet unter der Kältewelle. Der Wintereinburch legte in Südwesteuropa den Verkehr lahm. Im Norden und Osten Spaniens verunglückten zwei Reisebusse, sieben Menschen kamen ums Leben. Heftige Schneefälle sorgten auch in Südfrankreich, in der Schweiz und in Norditalien für winterliches Chaos.

In Deutschland starb ein 55-jähriger Mann an Unterkühlung. Laut Polizei wurde er am Samstagmorgen nahe seines Wohnhauses im sächsischen Pöhl stark unterkühlt gefunden und ins Krankenhaus eingeliefert, wo er kurze Zeit später starb. Auch Osteuropa litt weiter unter der Kälte.

In der ostspanischen Provinz Alicante verunglückte am Samstag ein Reisebus mit etwa 50 Rentnern auf schneeglatter Straße; fünf Menschen starben, 30 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zwei weitere Menschen starben bei einem Busunglück auf der Autobahn 66 nahe der Stadt Léon im Norden des Landes.

Flüge in Frankreich gestrichen

Wegen starker Schneefälle und Glatteis galt am Sonntag im Süden und Westen Frankreichs für 23 Departments weiterhin Alarmstufe drei. In Toulouse starb am Samstag ein Obdachloser an einem Herzinfarkt. Die Windböen in Südfrankreich erreichten Geschwindigkeiten bis zu 130 Stundenkilometern. In den Alpen- und Pyreneenregionen bestand Lawinengefahr. Mehr als tausend Fluggäste mussten im Flughafen von Lyon notdürftig die Nacht zum Samstag verbringen, nachdem am Freitagabend drei Viertel aller Flüge gestrichen worden waren. Am Samstag wurden erneut 22 Flüge abgesagt. Auch der Flughafen von Toulouse war zeitweise geschlossen. Die Flughäfen von Rennes, Poitiers und Nantes im Westen des Landes strichen ebenfalls Flüge. Zahlreiche Züge und Busse hatten Verspätungen. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus.

Alpendörfer von Außenwelt abgeschnitten

Im italienischen Genua durften die Schüler am Samstag aufgrund der Wetterverhältnisse zu Hause bleiben. In Mailand rechneten die Meteorologen mit den heftigsten Schneefällen seit 1985 und somit den zweitstärksten in hundert Jahren. Zahlreiche Flughäfen hatten am Freitag geschlossen. Der Bahnverkehr zwischen Mailand und Florenz sowie zwischen Turin und Venedig war teilweise unterbrochen. Auch in der Schweiz kam es wegen des Wintereinbruchs zu Störungen des Zugverkehrs. Im Schweizer Kanton Tessin fielen am Freitag gebietsweise rund 90 Zentimeter Schnee - so viel wie seit 20 Jahren nicht mehr. Einige Alpendörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Auch Osteuropa litt weiter unter den eisigen Temperaturen. Sowohl in Polen als auch in Rumänien meldeten die Wetterdienste zwar etwas milderes Wetter. In Warschau zeigte das Thermometer jedoch noch immer minus 13 Grad Celsius an, in Zentralrumänien waren es 25 Grad Minus. Mit acht weiteren Todesopfern am Wochenende stieg in Polen die Zahl der Kältetoten in diesem Winter nach Polizeiangaben auf 199. Mindestens 65 Menschen starben im südpolnischen Chorzow beim Einsturz des Daches einer Messehalle. In Rumänien forderte die Kälte am Wochenende fünf weitere Todesopfer. Im Donau-Delta wurden mehrere hundert Menschen von der Außenwelt abgeschnitten, weil dicke Eisschollen die Schifffahrt unmöglich machten.

(afp2)
 
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