Fährunglück vor Tonga: Unter Toten womöglich auch Deutsche
zuletzt aktualisiert: 07.08.2009 - 14:51Nuku'Alofa/Berlin (RPO). Bei dem Fährunglück vor der Küste der Südpazifik-Insel Tonga sind möglicherweise auch Deutsche ums Leben gekommen. Auf der Passagierliste des 34 Jahre alten Schiffes waren neben Briten, Franzosen und Japaner auch Deutsche. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden ein 28-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau aus Bayern vermisst.
Die Fähre "Princess Ashika" mit schätzungsweise 120 Menschen an Bord war in der Nacht zum Donnerstag gekentert. Die vor einem Monat von Fidschi gekaufte Fähre hatte Augenzeugenberichten zufolge kurz vor Mitternacht auf dem Weg von der Hauptstadt des kleinen Königreichs, Nuku'Alofa, zur Insel Ha'afeva bei starkem Wellengang Schlagseite bekommen und war binnen einer Minute gesunken.
Zwei Leichen wurden bislang geborgen, darunter ein Brite. Insgesamt wurden am Freitag noch mindestens 66 Menschen vermisst. Die Passagierliste ist allerdings unvollständig. Von den 53 Überlebenden waren 15 nicht auf der Liste. Die neuseeländische Luftwaffe setzte am Freitag ihre Suche fort. Aus Neuseeland und Australien wurden Spezialisten erwartet, die nach dem in 35 Meter Tiefe liegenden Wrack tauchen sollten.
Fähren gehören zu den wichtigsten Transportmitteln der 100.000 Einwohner des mitten im Pazifik liegenden Inselarchipels. Die "Princess Ashika" sollte 2011 durch eine neue Fähre ersetzt werden.
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