Guatemala: Unterrichtsausfall durch Vulkanausbruch
zuletzt aktualisiert: 27.04.2010 - 09:32Guatemala-Stadt (RPO). Ein heftiger Vulkanausbruch in Guatemala hat in weiten Gebieten zu Unterrichtsausfällen und anderen Beeinträchtigungen geführt. Der Vulkan Santiaguito in Quetzaltenango, rund 200 Kilometer westlich von Guatemala-Stadt, speie Sand und Asche, teilte das Nationale Institut für Vulkanologie (Insivumeh) am Montag (Ortszeit) mit.
Der Ausbruch sei "heftig" und stärker als normal. Der Wind trage die Asche des etwa 2500 Meter hohen Vulkans in sechs der landesweit 22 Departamentos im Norden und Nordwesten des Landes. In drei Departamentos sei der Unterricht ausgefallen, erklärte das Institut.
Insivumeh-Direktor Eddy Sánchez riet allen sechs betroffenen Departamentos zur Aussetzung des Schulunterrichts. Der Bevölkerung empfahl er, sich mit einem Tuch vor dem Mund vor der Vulkanasche zu schützen. Es sei auch zu befürchten, dass der Ascheregen der Landwirtschaft schade, erklärte Sánchez.
Beim schlimmsten Ausbruch des Santiaguito im Jahr 1929 waren etwa 2500 Menschen ums Leben gekommen. In Guatemala gibt es rund 280 Vulkane. In Europa hatte eine Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll Mitte April tagelang den Flugverkehr lahmgelegt.
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