Nach Massaker an der Virginia Tech: Untersuchung: Uni reagierte bei Massaker zu langsam
zuletzt aktualisiert: 30.08.2007 - 14:11Washington (RPO). Knapp fünf Monate ist der Amoklauf an der Universität Virginia Tech nun her - jetzt hat eine Untersuchungskommission der Hochschulleitung schwere Versäumnisse vorgeworfen. Die Zahl der Opfer wäre möglicherweise geringer gewesen, wenn die Universität die Studenten und Dozenten gleich nach den ersten Schüssen gewarnt hätte, heißt es in einem am Mittwochabend veröffentlichten Bericht der vom Gouverneur des US-Staates eingesetzten Kommission.
Je früher und deutlicher gewarnt worden wäre, desto größer wären die Überlebenschancen gewesen, schrieben die Kommissionsmitglieder. Sie räumten jedoch ein, dass eine Räumung aller 131 Gebäude auf dem Campus wohl unmöglich gewesen wäre.
Der Schütze Seung-Hui Cho "hatte eine Mission zur Umsetzung seiner Rachefantasien begonnen", hieß es weiter. Er hätte wahrscheinlich auf jeden Fall weitere Opfer gefunden. Gouverneur Timothy Kaine erklärte, er schließe aus dem Bericht nicht, dass der Präsident der Universität oder der Chef der Campus-Polizei zurücktreten müssten.