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Unwetter in Norditalien
Brandenburgs Ministerin Golze von umstürzendem Baum verletzt

Unwetter in Norditalien - Ministerin Diana Golze vom umstürzenden Baum verletzt
Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Archivbild). FOTO: dpa, bse tba fux
Rom. Bei Unwettern über Norditalien sind mehrere Menschen verletzt worden. Dazu gehört auch Brandenburgs Sozialministern Diana Golze (Linke). Die 42-Jährige musste sich einer Operation unterziehen.

Golze soll am Donnerstagabend auf einem Campingplatz in Norditalien von einem umstürzenden Baum getroffen worden sein, wie Ministeriumssprecherin Marina Ringel am Freitag bestätigte. "Sie musste im Krankenhaus sofort operiert werden. Es gehe ihr aber den Umständen entsprechend gut, sagte sie. "Golze liegt jetzt auf einer normalen Krankenstation." Weitere Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht. Golze ist seit Herbst 2014 Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. 

Eine weitere Frau wurde in Cavallino-Treporti bei Venedig von einem umstürzenden Baum schwer verletzt, wie Ansa berichtete. Sie kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus.

Um die 50 Menschen hätten sich an die Unfallstationen der Krankenhäuser gewandt, nachdem die Orte Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento und Portogruaro an der Adriaküste von einer Windhose getroffen worden waren. Sie seien von umherfliegenden Gegenstände leicht verletzt worden. Laut "Focus" und "WAZ" waren auch Deutsche betroffen. Die Meldung über einen Vermissten auf der Insel Albarella war laut der Zeitung "La Repubblica" Fehlalarm.

Im äußersten Nordosten brach am Donnerstagabend das Stromnetz zusammen, laut dem Versorger e-distribuzione waren 70.000 Kunden in der Region Friaul-Julisch Venetien betroffen. Verschont blieben auch die Bahnstrecken nicht: Einige Züge hatten laut Nachrichtenagentur Ansa mehrere Stunden Verspätung.

Der Zivilschutz hatte vor Gewittern, Regenschauern und Hagel sowie starkem Wind in mehreren Regionen im Norden des Landes gewarnt.
Stürmen sollte es auch auf Sardinien, in der Toskana wurde mit Gewittern gerechnet. Am Wochenende waren mehrere Menschen bei schweren Unwettern in Norditalien gestorben.

In südlichen Landesteilen fiel dagegen kein Tropfen vom Himmel: Die Hitze hielt an und damit auch die Waldbrandgefahr. Die Feuerwehr rückte wieder zu zahlreichen Einsätzen aus. Etwa 45 Mal wurden beim Zivilschutz Löschflugzeuge angefordert, darunter im Latium, wo sich auch die Hauptstadt Rom befindet, auf Sizilien und in Kalabrien.

(das/dpa)
 
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