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Kalabrien und Algarve
Zwei Tote bei schwerem Unwetter in Südeuropa

Unwetter in Südeuropa: Zwei Tote
FOTO: dpa, lb gfh
Madrid/Rom. An der potugiesischen Urlaubsregion Algarve und im italienischen Kalabrien sind bei Unwettern zwei Menschen ums Leben gekommenn. Ihre Autos waren von Wassermassen mitgerissen worden. Das genaue Ausmaß der materiellen Schäden ist derzeit noch nicht zu überblicken. 

Bei heftigen Unwettern sind im Süden Europas zwei Menschen ums Leben gekommen: Im italienischen Kalabrien und in der Urlauberregion Algarve im Süden Portugals starben am Sonntag zwei Männer, nachdem ihre Autos von den Wassermassen mitgerissen worden waren, wie Medien am Montag berichteten.

An der Algarve waren die Rettungskräfte aufgrund etlicher Notfälle im Dauereinsatz. Besonders schwer getroffen wurde der Badeort Albufeira, der auch bei Deutschen beliebt ist. Der Regen verwandelte viele Straßen in Flüsse.

Die bis zu 1,80 Meter hohen Fluten rissen Berichten zufolge auch Autos mit sich. Am Montag wurde die Leiche eines vermissten 80-Jährigen auf einem überschwemmten Feld des Vororts Boliqueime gefunden, wie die Zeitung "Público" unter Berufung auf die Behörden berichtete. Der Mann war im Unwetter in seinem Auto vom Einkaufen zurück nach Hause gefahren.

Im äußersten Süden Italiens, in Taurianova in Kalabrien, wurde ein 43-jähriger Mann mit seiner 17-jährigen Tochter im Auto auf einer Brücke von den Wassermassen eines Flusses mitgerissen. Die Tochter konnte sich retten, die Leiche des Vaters wurde am Sonntag gefunden, wie italienische Medien berichteten. 

"Schäden gehen in die Zigtausende"

"Sehr viele Menschen mussten ihre überschwemmten Häuser verlassen, die Schäden in der Kanalisation und im Stromversorgungssystem, an Straßen und an den Stränden sind noch nicht zu überblicken, gehen aber sicher in die Zigtausende", sagte Bürgermeister Carlos Silva e Sousa. Am Montag blieb es in Albufeira und an der gesamten Algarve regnerisch, der Niederschlag wurde aber schwächer. Viele Läden hatten dennoch aufgrund der entstandenen Schäden bis mittags immer noch nicht geöffnet.

In der Provinz Reggio Calabria an der Fußspitze des italienischen Stiefels, fiel in nur drei Tagen mit 720 Millimetern so viel Regen wie sonst in der ganzen Wintersaison. Die Zugverbindungen sowohl entlang der West- als auch der Ostküste wurden unterbrochen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Unter anderem wurden die Bewohner eines Altenheims an einer von den Fluten zerstörten Straße in Sicherheit gebracht.

Auch auf Sizilien gab es Hochwasser. Der Bürgermeister von Catania verfügte für Montag die Schließung der Schulen, des Friedhofs und aller Parks.

Bei Unwettern im Süden Spaniens wurden vor allem die Stadt und die Provinz Málaga in Mitleidenschaft gezogen. Viele Strandbars und Wege wurden dort - unter anderem in der Stadt Málaga, sowie in den Badeorten Nerja, Torrox Costa und Torre del Mar - von starkem Wellengang zerstört, wie die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf die Behörden berichtete. Wegen Überschwemmungen wurden einige Straßen gesperrt. Die hohen Wellen bereiteten den Kreuzfahrtschiffen dem Bericht zufolge bei der Ein- und Ausfahrt in den Hafen von Málaga große Mühe.

(jf/dpa)
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