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Unwetter bei Athen
Mindestens 15 Tote bei Überschwemmungen in Griechenland

Schwere Überschwemmungen in Griechenland
Schwere Überschwemmungen in Griechenland FOTO: dpa, TS PG joh wst
Athen. Schwere Regenfälle im Großraum Athen haben Bäche in reißende Ströme verwandelt - mindestens 15 Menschen wurden in den Tod gerissen. Ministerpräsident Tsipras ordnete eine Staatstrauer an.

Schwere Regenfälle haben in Griechenland den vierten Tag in Folge erhebliche Schäden angerichtet. Mindestens 15 Menschen starben. Weitere 17 wurden zum Teil schwer verletzt. Unklar war am frühen Mittwochabend, wie viele Menschen noch vermisst werden, teilte der Rettungsdienst mit.

Die Bürgermeisterin von Mandra, Ioanna Kriekouki, sprach im Fernsehsender TV ERT von einem "Desaster biblischen Ausmaßes". Menschen seien von den Wassermassen eingeschlossen. Zu ihrer Rettung sei schweres Gerät nötig.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ordnete eine Staatstrauer an. Dies sei ein "schwieriger Moment" für sein Land. "Wir werden den Geschädigten beistehen mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen", sagte er in einer Fernsehansprache am Abend, die das griechische Fernsehen ausstrahlte. Die Nationaltrauer wird drei Tage - Donnerstag bis Samstag - dauern, sagte ein Regierungssprecher.

Außer Mandra waren von den Überschwemmungen die Städte Nea Peramos und Megara betroffen. Fernsehbilder zeigten Tanklastwagen und Busse in der Region, die im Schlamm versanken. Rund ein Dutzend Passagiere wurden aus einem Fernbus gerettet.

Starkregen löste Sturzflut aus

Die Küstenwache teilte mit, zwei im Meer gefundene Leichen seien vermutlich von der Sturzflut an die Küste gespült worden. Mehrere Personen wurden als vermisst gemeldet, ein Abschnitt der Fernstraße zwischen Athen und Korinth war unpassierbar.

Starkregen hatte in der Nacht eine Sturzflut ausgelöst, die Autos mit sich riss und mit den Wassermassen Schlamm und Trümmer von Mauern in Häuser und Geschäfte spülte. 

Regionalgouverneur Giannis Vasileiou sagte bei TV ERT, die Wettervorhersagen seien schlecht und die Einsatzkräfte blieben in Alarmbereitschaft. Die Feuerwehr erklärte, mehr als 300 Hilferufe seien eingegangen und etwa 120 Feuerwehrleute seien im Katastrophengebiet im Einsatz.

(ate/afp/ap/dpa)
 
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