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Unwetter
Sturmtief fegt über Westeuropa

Sturm fegt über Westeuropa
Sturm fegt über Westeuropa FOTO: ap
Rennes. Sturmtief "Ruzica" ist mit teilweise mehr als 150 Stundenkilometern über Westeuropa gezogen. In Frankreich wurden mindestens zwei Menschen durch das Unwetter schwer verletzt.

14.000 Menschen waren dort zudem in der Nacht zu Montag ohne Strom. In England sorgte die Unwetterfront "Imogen" für überschwemmte Straßen. In Deutschland fielen zahlreiche Karnevalszüge aus.

In Paris hatte der Sturm eine Werbetafel umgerissen. Das Reklameschild stürzte im Westen der französischen Hauptstadt auf ein junges Paar, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Die junge Frau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und befand sich im Koma. Ihr Partner erlitt einen Beinbruch.

Für den Westen und Nordwesten Frankreichs gaben die Behörden eine Sturmwarnung aus. Innenminister Bernard Cazeneuve rief die Bewohner der Küstengebiete am Atlantik, am Ärmelkanal und an der Nordsee zu "größter Vorsicht" auf. Météo France warnte vor "sehr hohen Wellen" und Überschwemmungen an der Küste durch die starken Winde. In Westfrankreich waren 14.000 Menschen ohne Strom. In der Nacht rückte die Feuerwehr dutzende Male aus, meist wegen umgestürzter Bäume und Strommasten.

In England warnen Behörden vor Überschwemmungen

Im Süden Englands führten Stürme mit Windgeschwindigkeiten von 155 Stundenkilometern und starke Regenfälle zur Schließung von Straßen und Unterbrechung von Zug- und Fährverbindungen. Bei etwa 5000 Häusern fiel die Stromversorgung aus. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen. Meteorologen rechneten mit heftigen Winden im Südwesten, in Devon und Cornwall. Benutzer der Autobahnen wurden zur Vorsicht aufgerufen. Die Warnungen galten insbesondere für Motorradfahrer und Wohnwagen.

In Deutschland machte das Sturmtief "Ruzica" vielen Narren am Rosenmontag einen Strich durch die Rechnung. Nach Warnungen vor schweren Sturmböen wurden die Karnevalsumzüge in Düsseldorf und Mainz abgesagt.

(rent/AFP)
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