Nach "Sicherheitsvorfall": US-Jagdflieger eskortieren Passagierflugzeug
zuletzt aktualisiert: 09.01.2010 - 10:13London (RPO). Auf den Flughäfen weltweit besteht seit dem versuchten Attentat auf ein Passagierflugzeug in Detroit erhöhte Alarmbereitschaft: Wegen eines Unruhestifters an Bord ist ein US-Flugzeug auf dem Weg von Atlanta nach San Francisco sicherheitshalber von zwei Jagdfliegern der US-Luftwaffe begleitet worden. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden drei Passagiere festgenommen.
An Bord einer Maschine der Fluglinie Air Tran habe sich am Freitag ein "undisziplinierter" Passagier befunden, erklärte das Nordamerikanische Kommando für Luftraumverteidigung (Norad). Deshalb hätten zwei F-16-Maschinen den Flieger zum Flughafen in Colorado Springs begleitet. Der Vorfall werde nun untersucht, kündigte Norad ohne nähere Angaben an.
Im Falle außergewöhnlicher Gefahr können Jagdflieger in den USA den Befehl sogar erhalten, das betreffende Flugzeug abzuschießen. Am Dienstag hatten zwei F-15-Jagdflieger ein Flugzeug auf dem Weg nach Hawaii eskortiert, weil sich an Bord ein Unruhe stiftender Passagier befand. Der Flieger landete wegen des Vorfalls auf halben Wege in Portland.
Nach dem versuchten Anschlag auf eine US-Passagiermaschine am 25. Dezember sind die US-Sicherheitsbehörden besonders wachsam. Ein 23-jähriger Nigerianer hatte versucht, den Flieger mit 290 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen.
Drei Festnahmen in Heathrow
Auf dem Londoner Flughafen Heathrow sind drei Menschen festgenommen worden, die offenbar in einem Flieger nach Dubai Unruhe gestiftet hatten. Die drei am Freitagabend Festgenommen seien in Polizeigewahrsam, teilte die Polizei mit. Der Flughafen bleibe geöffnet.
Der britische Fernsehsender Sky News berichtete, die Polizei sei nach mündlichen Drohungen in einem Flieger mit dem Ziel Dubai eingeschritten. Bei den Festgenommenen handelte es sich demnach um offenbar betrunkene Engländer. Ein Passagier der Maschine berichtete auf Sky News, Spezialkräfte der Polizei mit schwarzen Overalls, Schusswesten und Helmen seien in das Flugzeug gekommen. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers BAA bestätigte, dass es einen "Sicherheitsvorfall" gegeben habe.
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