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USA
16 Menschen sterben bei Absturz von Heißluftballon in Texas

USA: 16 Menschen sterben bei Absturz von Heißluftballon in Texas
Warum der Ballon abstürzte, ist noch unklar. FOTO: ap
Lockhart. Es ist eines der schwersten Unglücke dieser Art in den USA. Die Behörden bestätigen den Tod von 16 Menschen. Die Ursache gibt auch am Tag nach dem Absturz Rätsel auf.

Nach dem Absturz eines Heißluftballons in Texas haben die Behörden offiziell die Opferzahl bestätigt. Bei dem Unglück seien 16 Menschen ums Leben gekommen, teilte die zuständige Polizei in Caldwell County am Sonntag mit. Zunächst war nicht sicher gewesen, ob möglicherweise noch weitere Menschen an Bord gewesen waren, als der Ballon am Samstagmorgen aus noch ungeklärter Ursache auf ein Feld südlich von Austin stürzte.

Die Behörden machten vorerst keine Angaben zur Identität des Piloten oder der Gesellschaft, die den Ballon betrieb. Freunde des Piloten sagten aber, dass Skip N. von der Firma Heart of Texas Hot Air Balloon Rides den Ballon gelenkt hatte. Er ist demnach auch Inhaber des Unternehmens, das Rundflüge unter anderem von San Antonio und der texanischen Hauptstadt Austin anbietet.

Der Ballon hatte nach dem Start am Samstagmorgen (Ortszeit) Feuer gefangen, bevor er bei Lockhart knapp 50 Kilometer südlich von Austin auf einem Feld aufschlug, durch das Hochspannungsleitungen gehen.

Eine Augenzeugin des Unglücks, Margaret Wylie, sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe einen riesigen Feuerball in der Luft gesehen, bevor der Ballon abgestürzt sei - und zwar direkt unter den Starkstromleitungen. Sie habe von ihrem Haus in ein paar hundert Metern Entfernung niemanden schreien oder um Hilfe rufen hören.

Alan Lirette bestätigte der Nachrichtenagentur AP am Sonntagmorgen, dass sein bester Freund, Chef und Mitbewohner Skip N. den Ballon gesteuert habe. Beide hätten in einem gemeinsamen Haus im texanischen Kyle gelebt, und er selbst sei bei dem Abflug dabeigewesen. Fragen zu dem Start oder zu dem Absturz wollte er nicht beantworten: "Das Einzige, worüber ich sprechen möchte, ist, dass er ein großartiger Pilot war. Es wird alle möglichen Berichte in der Presse geben, und ich will dort auch ein positives Bild wissen". Einige der 15 Passagiere seien offenbar miteinander verwandt gewesen, weil der Familienname derselbe gewesen sei, sagte er weiter, ohne Details zu nennen.

Die Verkehrssicherheitsbehörde zog die Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache an sich. Sie werde drei Dinge prüfen, mögliches menschliches und mechanisches Versagen sowie äußere Einflüsse, hieß es. NTSB-Sprecher Robert Sumwalt sagte, die Suche nach der Ursache sei noch in einer sehr frühen Phase. So gehe man noch der Frage nach, ob der Veranstalter vor dem Start eine Passagierliste angelegt habe. Üblich sei das aber nicht.

Die Luftfahrtbehörde FAA und die NTSB schickten Ermittlerteams an den Unfallort. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, rief alle Texaner auf, mit ihm gemeinsam für die Opfer zu beten.

In den vergangenen Jahren hatte es eine Reihe von schweren Unfällen mit Heißluftballon gegeben. Im ägyptischen Luxor kamen 2013 19 Touristen ums Leben, als ihr Ballon Feuer fing und abstürzte. 2012 gab es in Neuseeland einen Absturz mit elf Toten. Im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren kollidierte 1999 ein Ballon mit einer Stromleitung, vier Menschen starben.

(ap)
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