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Wiedereinführung von Erschießungskommandos
USA diskutieren Todesstrafe durch Erschießung

Verurteilter Mörder in Utah erschossen
Verurteilter Mörder in Utah erschossen FOTO: AP
Salt Lake City. Führt der US-Bundesstaat Utah wieder ein Erschießungskommando für Todeskandidaten ein? Angesichts der Probleme mit Giftcocktails für Hinrichtungen in den USA wird dies wieder debattiert. Einen entsprechenden Vorschlag werde er ins Parlament des Bundesstaates einbringen, sagte der republikanische Abgeordnete Paul Ray.

"Es hört sich nach Wildem Westen an, aber es ist wahrscheinlich die humanste Art, jemanden zu töten", sagte Ray. Am 29. April war die Exekution von des Todeskandidaten Clayton Lockett mit einem neuen Giftcocktail misslungen. Beim Spritzen platzte bei Lockett eine Vene, worauf ein 43-minütiger Todeskampf folgte. Hintergrund ist auch, dass die Hersteller bisher verwendete Medikamente für die Giftspritze nicht mehr liefern und deshalb andere Substanzen verwendet werden.

Abgeordnete in den Bundesstaaten Wyoming und Missouri hatten schon vergangenes Jahr die Vollstreckung der Todesstrafe mit Schusswaffen ins Gespräch gebracht. Die Debatte verlief aber im Sande. In Utah haben Erschießungskommandos hingegen Tradition. Zuletzt wurde 2010 ein Todeskandidat von fünf Polizisten mit Winchester-Gewehren erschossen.

Neue Hinrichtungsmethode in Ohio FOTO: AFP
(ap)
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