Die Verhaftung des bekannten Literaturkritikers und Intellektuellen Henry Louis Gates am 16. Juli sorgt in den USA für eine heftige Rassismus-Debatte. Der Professor kam an diesem Tag von einer China-Reise in seine Heimat Cambridge (Massachusetts) zurück.
Gates konnte nicht die Vordertüre seines Hauses öffnen. Daraufhin betrat er gemeinsam mit seinem ebenfalls schwarzen Fahrer das Gebäude durch die Hintertüre.
Eine Passantin hatte daraufhin die Polizei gerufen, weil sie vermutete, dass es zu einem Einbruch gekommen sein könnte. Als die Polizei mit Gates sprach, kam es zu einem heftigen Wortgefecht und schließlich zur Verhaftung sowie zu einer Anklage wegen ungebührlichen Verhaltens.
Der weiße Polizist James Crowley begründete dies damit, dass Gates ihm Rassismus vorgeworfen und abfällige Bemerkungen über seine Mutter gemacht habe – Vorwürfe, die Gates zurückgewiesen hat.
Der Polizeichef von Cambridge, Robert Haas, sagte am Donnerstag, Crowley habe sich an die Vorschriften gehalten. Die Behörde leitete allerdings die Bildung eines unabhängigen Untersuchungsausschusses ein, der den Vorfall prüfen soll.