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Schneechaos, Tornados, Überflutungen
Bereits 43 Tote durch Extremwetter in den USA

USA: Tote und Verletzte bei Tornados an den Weihnachtstagen
USA: Tote und Verletzte bei Tornados an den Weihnachtstagen FOTO: ap
Garland. In den USA spielt das Wetter weiter verrückt. Besonders im Großraum Dallas ist die Verwüstung nach einer Tornado-Serie groß. Die Zahl der Todesopfer steigt landesweit auf 43.

Mindestens elf Menschen starben den Behörden zufolge bei Tornados im Großraum Dallas, Dutzende weitere wurden verletzt. Fluten im Mittleren Westen rissen bislang 13 Menschen in den Tod.

Es sind die jüngsten von mehreren Wetterextremen, die die USA in dieser Weihnachtszeit heimgesucht haben - von heftigem Schneefall in New Mexiko, Westtexas und Teilen Oklahomas bis zu Überflutungen in nördlich davon gelegenen US-Staaten. Das ungewöhnliche Wetter hat bislang insgesamt 43 Menschen das Leben gekostet. Neben den elf Toten in Texas waren es fünf in Illinois, acht in Missouri und 19 im Südosten der USA.

Wie groß die Schäden durch die Tornado-Serie rund um Dallas sind, wurde den Behörden am Sonntag bewusst. Lokale Vertreter sprachen von schätzungsweise 1450 Häusern, die ernsthaft beschädigt oder zerstört worden seien. Fahrzeuge wurden umgeworfen, Stromleitungen gekappt und Bäume umgerissen. Heftiger Regen, Wind und fallende Temperaturen erschwerten die Aufräumarbeiten am Sonntagnachmittag.

Allein in der Stadt Garland rund 30 Kilometer nordöstlich von Dallas starben acht Menschen. Zudem wurden 15 Personen verletzt und 600 Gebäude beschädigt. "Das hat eine riesige Auswirkung auf unsere Gemeinde. Wir leiden alle", sagte Polizeisprecher Pedro Barineau. Am Samstagabend hatte ein Tornado in Garland laut dem US-Wetterdienst die Stärke der zweithöchsten Stufe erreicht, die sich über Geschwindigkeiten von bis zu 322 Stundenkilometern definiert.

Tornados zerstören Hunderte Häuser

In der nahe gelegenen Stadt Rowlett wurden 23 Menschen verletzt, wie der Stadtverwalter Brian Funderburk sagte. Hier hatte ein Tornado der drittstärksten Stufe zugeschlagen. Wirbelstürme dieser Stärke weisen Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 266 Stundenkilometern auf. 600 Häuser sollen beschädigt worden sein. Während es in Rowlett keine Toten gab, kamen im weiter außerhalb von Dallas gelegenen Collin County drei Personen ums Leben, wie der Polizist Chris Havey berichtete.

Auf der anderen Seite des texanischen Bundesstaates bat die Behörde für Öffentliche Sicherheit in Amarillo inständig darum, von Reisen durch den sogenannten Texas Panhandle abzusehen. Der Panhandle umfasst die 26 Countys im Norden des US-Staates. Als Grund gab die Behörde Schneestürme an, die die Straßen unpassierbar machten.

In New Mexico waren zahlreiche Straßen am Sonntag nach heftigen Schneefällen unpassierbar, mehrere Gemeinden völlig abgeschnitten. Stürme verursachten teilweise mehr als zwei Meter hohe Schneeverwehungen.

In Oklahoma rief Gouverneurin Mary Fallin den Ausnahmezustand aus. Grund waren zum einen befürchtete eisige Stürme im Westen und Überflutungen im Osten des US-Staates. Weiter nördlich in Missouri, wo Gouverneur Jay Nixon ebenfalls den Notstand verkündete, und in Illinois machten heftiger Regen und Überflutungen das Autofahren fast unmöglich.

(felt/ap/dpa/AFP)
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