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Luftangriff
USA zerstören IS-Radiosender in Afghanistan

Fotos: Tornados brechen zum Bundeswehr-Einsatz in Syrien auf
Fotos: Tornados brechen zum Bundeswehr-Einsatz in Syrien auf FOTO: afp, crj/bb
Kabul. Die US-Luftwaffe hat in Afghanistan eine Radiostation der Terrormiliz Islamischer Staat zerstört. Bei den zwei Luftangriffen in der Provinz Nangarhar an der Grenze zu Pakistan seien 21 IS-Mitglieder getötet worden.

Wie ein Sprecher des Gouverneurs am Dienstag sagte hätten fünf der von ihnen hätten für den Sender "Stimme des Kalifats" gearbeitet.

Der IS kämpft seit vergangenem Jahr verstärkt um Einfluss in Afghanistan, besonders an der schwer zu kontrollierenden Grenze zu Pakistan. Die Radiostation sendete seit Ende 2015 in der gesamten Provinz, unter anderem Drohungen gegen Journalisten in der Hauptstadt Dschalalabad. Zugleich warb sie selbst um Nachwuchs für die Terrormiliz.

Afghanische Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass die Station keinen festen Standort hatte, sondern von Fahrzeugen aus sendete. Das Radio ist in Afghanistan ein wichtiges Medium. Im ganzen Land gibt es etwa 175 Sender. Dagegen haben die meisten Einwohner keinen Fernseher. Nur zehn Prozent verfügen über Zugang zum Internet.

(ap)
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