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Offenbar Terror in Brüssel verhindert
Verdächtige waren Mitglied bei den "Kamikaze Riders"

Verdächtige waren Mitglied bei "Kamikaze Riders
Belgische Polizei auf den Straßen von Brüssel. FOTO: dpa, h0 bjw kde
Brüssel. Die Ermittlungen gegen die beiden Männer, die zum Jahreswechsel Anschläge in Brüssel geplant haben sollen, laufen weiter heiß. Die beiden in Belgien  festgenommenen Männer gehören nach Angaben aus Ermittlerkreisen demselben Motorradclub an. Der Name des Clubs:  "Kamikaze Riders". 

Bisher habe keine Verbindung zwischen den "Kamikaze Riders" und der radikalen Salafistengruppe Sharia4Belgium nachgewiesen werden können, sagte der Anwalt eines früheren Mitglieds. Die beiden Männer, die zum Jahreswechsel Anschläge in Brüssel geplant haben sollen, sollen am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Dieser soll dann entscheiden, ob sie für einen weiteren Monat in Polizeigewahrsam bleiben. Polizisten hatten die beiden während Razzien festgenommen. Die Stadtverwaltung von Brüssel wollte noch am Mittwoch darüber entscheiden, ob das Silvester-Feuerwerk trotz der offenbar vereitelten Anschlagspläne stattfinden soll. Nach Ansicht der belgischen Behörden haben die Ergebnisse der jüngsten Polizeieinsätze gezeigt, wie ernsthaft die Gefahr von Anschlägen auf Polizisten, Soldaten und berühmte Orte in Brüssel ist.

Die Festnahme der beiden Verdächtigen war am Dienstag bekanntgeworden. Auch die vier anderen Verdächtigen, die zunächst festgenommen und dann wieder freigelassen wurden, gehören nach Angaben des Anwaltes Abderrahim Lahlali den Kamikaze Riders an. "Das ist eine Gruppe von jungen Leuten verschiedener - und das ist wichtig - Nationalitäten und Religionen", sagte der Anwalt.

Der Club habe keine Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat oder einer anderen terroristischen Organisation - auch wenn einzelne der rund 100 Mitglieder aus Spanien, eine solche individuelle Agenda haben könnten.

Lahlali war früher Anwalt von Abdelouafi Eloussaki, der auch Mitglied des Motorradclubs war und wegen möglicher Kontakte zum radikalen Islam in das Visier der Ermittler geraten war. Doch es sei niemals eine Verbindung gefunden worden, obwohl seine beiden Brüder mit Sharia4Belgium verbunden gewesen seien und in den Bürgerkrieg nach Syrien zogen, so Lahlali. Eloussaki selbst sei 2013 bei einem Autounfall in Brüssel ums Leben gekommen. Sharia4Belgium war von einem belgischen Richter als Terrororganisation eingestuft worden.

(ap)
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