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Vermisstensuche in Mexiko
Hündin Frida wird nach Erdbeben zu Heldin

Vermisstensuche in Mexiko: Hündin Frida wird nach Erdbeben zu Heldin
FOTO: rtr, AS/LP
Mexiko-Stadt. Hündin Frida ist jetzt eine kleine Berühmtheit in Mexiko. Als Spürhund war sie nach dem schweren Erdbeben im Einsatz. Im Internet bedanken sich die Mexikaner bei Frida und ihren Hunde-Kollegen.

Bei dem schweren Erdbeben vor einer Woche waren etliche Häuser eingestürzt und Straßen zerstört worden. Viele Menschen wurden von den Trümmern verschüttet, mehr als 300 kamen ums Leben. Bei der Suche nach Überlebenden setzten die Retter trainierte Hunde wie Frida ein. Mit ihrer feinen Nase soll sie etwa 50 Verschüttete unter den Trümmern aufgespürt haben. 

Die Sucharbeiten nach Verschütteten dauerten weiter an. "Wir schätzen, dass noch 40 bis 50 Personen unter den Trümmern begraben sein könnten", sagte der Bürgermeister von Mexiko-Stadt Miguel Ángel Mancera. "Wir werden ohne Unterlass weiterarbeiten, bis die letzte Person geborgen ist." Die Wahrscheinlichkeit, noch Lebende zu bergen, sinkt allerdings mit jedem Tag.

Mancera hat derweil einen Plan für den Wiederaufbau vorgestellt. Menschen, die ihre Häuser verloren haben, bekämen einfachen Zugang zu Krediten, kündigte Miguel Ángel Mancera am Dienstag an. Eine Kommission soll zudem Soforthilfen für die Opfer organisieren. So erhalten Obdachlose 3000 Pesos (140 Euro) pro Monat, um sich vorübergehend einmieten zu können.

Das Beben der Stärke 7,1 hatte am vergangenen Dienstag das Zentrum von Mexiko erschüttert. Tausende Menschen wurden obdachlos. In der Millionenmetropole Mexiko-Stadt stürzten 38 Gebäude ein. 500 weitere sind so stark beschädigt, dass sie entweder abgerissen oder aufwendig verstärkt werden müssen. Mehr als 1300 Häuser müssen renoviert werden.

(veke/dpa)
 
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