| 19.26 Uhr

Ägyptische Behörden
Schiff ortet Signale der Egypt-Air-Flugschreiber

Vermutlich Egypt-Air-Flugschreiber geortet
Die Suche nach dem Flugschreiber der Egypt-Air-Maschine war offenbar erfolgreich FOTO: ap
Kairo. Rund zwei Wochen nach dem Absturz einer Maschine von Egypt-Air auf dem Weg von Paris nach Kairo  wächst die Hoffnung auf Bergung der Flugschreiber. Das französische Vermessungsschiff "Laplace" ortete am Mittwoch ein Signal, das zur Blackbox des Airbus A320 gehören dürfte.

Das teilte die Betreiberfirma Alseamar mit. Doch muss das Gerät noch heil geborgen werden, um der Antwort näherzukommen, ob der Flieger tatsächlich Ziel eines Terroranschlags wurde.

Der Airbus war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Die ägyptischen Behörden hatten erklärt, ein Anschlag sei wahrscheinlicher als ein technischer Defekt. Doch gab es immer wieder widersprüchliche Angaben sowohl zu den letzten Augenblicken vor der Katastrophe als auch ersten Ermittlungsergebnissen.

Doch am Mittwoch bestätigte die französische Firma Alseamar, dass entweder der Flugdatenschreiber oder der Stimmrekorder geortet worden sei. Die "Laplace" habe am Dienstagnachmittag mit der Suche begonnen und nach weniger als 24 Stunden Signale der Blackbox von Flug MS804 empfangen, hieß es in einer Erklärung. Nach Ermittlerangaben kann allein ausgehend vom Signal nicht eindeutig gesagt werden, um welchen der beiden Flugschreiber es sich handelt.

Zur Bergung werden Roboter und U-Boote benötigt

Die Signale werden bis zu 30 Tage vom Flugschreiber und dem Stimmenrekorder der Pilotenkanzel ausgesendet und können auch in großer Wassertiefe geortet werden. Die Flugschreiber werden in rund 3000 Metern Tiefe vermutet. Von der Maschine wurden bislang nur kleine Trümmerteile und menschliche Überreste gefunden.

Das Aufspüren der Flugschreiber sei zur Hälfte geschafft, sagte Ermittler Kelada. Jetzt müssten die Orte exakt bestimmt und die Geräte dann mit großer Vorsicht geborgen werden. Nötig seien womöglich Roboter oder U-Boote. Kelada zeigte sich aber sicher, dass die Bergung der Flugschreiber gelingen werde. Das Luftfahrtministerium teilte mit, ein zweites Suchschiff werde im Laufe der Woche in dem Seegebiet eintreffen.

(crwo/AFP/ap/isw)
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