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Fährunglück vor Tonga fordert viele Todesopfer: Vermutlich zwei Deutsche unter den Opfern

zuletzt aktualisiert: 08.08.2009 - 08:38

Nuku'alofa/Tonga (RPO). Bei dem Fährunglück vor Tonga sind offenbar auch zwei Deutsche ums Leben gekommen. Ein Mann und eine Frau würden vermisst, teilte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mit.

In Pangai warten Angehörige auf Nachrichten zu ihren Angehörigen, die sich an Bord der verunglückten Fähre befanden.  Foto: Sustainable Coastlines, AP
In Pangai warten Angehörige auf Nachrichten zu ihren Angehörigen, die sich an Bord der verunglückten Fähre befanden. Foto: Sustainable Coastlines, AP

Bis zu 85 Menschen sind ums Leben gekommen. Die jüngsten Zahlen ließen auf 141 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der "Princess Ashika" schließen, teilte die Polizei am Samstag der Nachrichtenagentur AP mit. Das sind weit mehr als ursprünglich angenommen.

Nach dem Untergang in der Nacht zum Donnerstag wurden 54 Überlebende gerettet, zwei Leichen wurden geborgen. Für die noch vermissten 85 Menschen, darunter auch zwei Deutsche, bestand kaum noch Hoffnung. Bei den Vermissten handelte es sich vor allem um Frauen und Kinder, die offenbar alle unter Deck schliefen.

"Wenig Chancen, Überlebende zu finden"

Die Behörden brachen die Suche am Freitag mit Einbruch der Dunkelheit ab. Möglicherweise werde sie auch nicht wieder aufgenommen, hieß es. Die Chancen, jemanden lebend zu finden, seien "nicht groß", sagte ein Polizeisprecher.

Bei den beiden Deutschen handelt es sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes um eine 27-jährige Frau aus Bayern und einen 28-Jährigen, über dessen nähere Herkunft zunächst nichts bekannt war. Außerdem kamen laut Polizei offenbar auch zwei Franzosen und ein Japaner ums Leben.

Die Ursache des Unglücks, das sich rund 90 Kilometer nordöstlich der tongaischen Hauptstadt Nuku'alofa ereignete, war zunächst nicht bekannt. Überlebende sagten, die Fähre habe stark geschwankt, und Wellen hätten das untere Deck überflutet. Das Schiff war für 200 Passagiere plus Besatzung zugelassen. Der Verkehrsminister von Tonga, Paul Karalus, sagte, die "Princess Ashika" sei erst kürzlich gewartet worden.

Quelle: AP/felt

 
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