Hotelbrand: Vier Deutsche in Chile ums Leben gekommen
zuletzt aktualisiert: 03.02.2007 - 17:39Santiago (RPO). Bei einem Hotelbrand in der südchilenischen Stadt Punta Arenas sind am Samstag zehn ausländische Touristen ums Leben gekommen, unter ihnen vier Deutsche. Bei den anderen Opfern handelte es sich nach Angaben der örtlichen Feuerwehr um zwei Niederländer sowie zwei Kinder und zwei Erwachsene aus Argentinien. Sechs weitere Urlauber wurden verletzt.
Das Feuer sei offenbar im oder nahe des Speisesaals des Hotels "Blue House" ausgebrochen, sagte Feuerwehrsprecher Rene Mansilla der Nachrichtenagentur AP. Möglicherweise sei ein elektrischer Defekt die Ursache gewesen. Die Zimmer des kleinen Hotels seien nicht mit Brandmeldern ausgestattet gewesen. Die meisten Opfer seien offenbar im Schlaf überrascht worden und erstickt.
Zum Zeitpunkt des Brands am Samstagmorgen waren insgesamt 21 Touristen im "Blue House" eingebucht. Über die Identität der Toten könnten die Behörden noch keine Auskunft geben, erklärte Mansilla. Die meisten Unterlagen seien verbrannt. Die Angaben zur Nationalität der Opfer habe ein Angestellter gemacht.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, die deutsche Botschaft sei eingeschaltet. Auch gebe es Kontakt mit den chilenischen Behörden.
Punta Arenas im äußersten Süden Chiles ist ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Die Stadt an der Magellan-Straße bietet sich als Ausgangsort für Touren durch Patagonien und Kreuzfahrten an.
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